Samstag, 11. März 2006

Tischtennis: Ausgangsposition von SVS-Niederösterreich gegen Charleroi gut

  • CL-Halbfinale: Nur 2:3-Niederlage in Charleroi

Tischtennis-Meister SVS Niederösterreich hat am Freitag Abend einen großen Schritt in Richtung Champions-League-Finale gemacht, aber er hätte größer sein können. Nach den Auftakt-Partien im Semifinal-Duell bei Royal Charleroi schon 2:0 in Front gelegen, gelang danach nur noch ein Satzgewinn. Dennoch werden Werner Schlager, Chen Weixing und Daniel Habesohn mit gutem Grund optimistisch in das Rückspiel am 31. März in Schwechat gehen.

Auch Charleroi-Star Wladimir Samsonow weiß, dass die Vorschlussrunde für sein Team noch lange nicht überstanden ist. "Das wird erst im Rückspiel entschieden, es kann 3:0 oder 0:3 ausgehen", meinte der weißrussische Europameister. Gegen Chen hatte Samsonow 0:3 verloren und dabei so schlecht ausgesehen wie schon seit Ewigkeiten nicht. Dafür bestimmte er die Partie beim 3:0 gegen Schlager, womit er im Gesamtstand auf 2:2 stellte.

Erst vor zwei Wochen beim Pro-Tour-Turnier in Kuwait City hatte Schlager einen 4:1-Sieg gegen Samsonow gefeiert und auch für die wahrscheinliche Neuauflage am Monatsende ist er zuversichtlich. Erstens ist der 33-Jährige - beim 3:1 gegen Patrick Chila bewiesen - wie Chen in guter Form, zweitens werden in der Körnerhalle Schwechat die Ränge aufgestockt und eine enge, prickelnde Atmosphäre geschaffen, drittens ist da der nur knappe Rückstand.

"Hätten 2:3-Niederlage mit Handkuss genommen"
Schlager: "Vor der Partie hätten wir eine 2:3-Niederlage mit Handkuss genommen, und daher es ist noch immer eine gute Ausgangsposition." Schade ist nur, dass die drei Match-Niederlagen so deutlich ausgefallen sind, denn im Satzvergleich liegen die Belgier nun 10:7 voran. Das bedeutet, dass ein 3:2-Heimerfolg zu wenig sein könnte, ein 3:1 muss also das Ziel sein.

Schlagers von ihm an Samsonow nach dem letzten Matchball übergebene Autobiografie "Matchball - Träume & Triumphe" wird jedenfalls sicher das letzte Geschenk sein, mit dem der vierfache Champions-League-Sieger (2001 bis 2004) von SVS Niederösterreich bedacht wird. Vielleicht kann ja auch Habesohn etwas zum Umschwung beitragen, diesmal war er beim 0:3 gegen Jean-Michel Saive nach Krankheit noch etwas geschwächt.

In Charleroi scheinbar nur teilnahmslos dagesessen ist Karl Jindrak, der eigentliche Trainer. Der eben erst vom aktiven Tischtennis zurückgetretene Wiener durfte aber nicht coachen, da er offiziell für die Marketing-Agentur des Internationalen Verbandes (TMS) tätig war. So coachte Kostadin Lengerov bei Schlager gegen Samsonow. Für das Rückspiel wird das Kurz-Engagement von ÖTTV-Bundestrainer Ferenc Karsai überlegt.

(apa)

11.3.2006 14:44