Russland setzt weiter auf IAEO: Atomstreit mit Iran soll vor Atombehörde gelöst werden
- Moskau für neue Verhandlungsrunde in Wien
- Indien drängt auf friedliche und diplomatische Lösung
·Briten arbeiten an neuer Atom-Waffe
Darf wegen Sperrvertrags
nicht getestet werden
·USA erhöhen Druck auf UNO-Sicherheitsrat
US-Botschafter Bolton:
"Atom-Streit ist Test"
·Chronik des Streits um Atomprogramm
IAEO, EU und USA seit drei Jahren damit befasst
·Alle Streitpunkte zwischen IAEO & Iran
Angst vor Atomwaffen-plänen Teherans wächst
·Der Gouverneursrat der IAEO: Alle Infos!
Höchstes Gremium der UN-Atomenergiebehörde
·Das Zusatzprotokoll zum Sperrvertrag '97
Zentrales Kontrollwerk-zeug: Iran ausgestiegen
·Porträt: IAEO-Chef Mohamed ElBaradei
Setzte sich sogar gegen US-Widerstand durch
Russland will auch nach der Einschaltung des UNO-Sicherheitsrates weiter im Rahmen der Internationalen Atomenergiebehörde nach einem Ausweg aus dem Konflikt um das Atomprogramm des Iran suchen. Moskau habe deswegen eine neue Verhandlungsrunde für den 20. März in Wien vorgeschlagen, verlautete aus Diplomatenkreisen.
An dieser Runde sollten die weiteren vier Vetomächte USA, China, Frankreich und Großbritannien sowie Deutschland und IAEO-Chef ElBaradei teilnehmen. Russland wolle durch den Termin Druck von den Verhandlungen beim Sicherheitsrat in New York nehmen, sagte ein Diplomat in Wien.
Indien verlangt diplomatische Lösung
Der Atomkonflikt darf nach Ansicht des indischen Regierungschefs Manmohan Singh nur mit friedlichen, diplomatischen Mitteln gelöst werden. Allerdings müsse der Iran auch seine Verpflichtungen aus dem Atomwaffensperrvertrag erfüllen, den das Land ja freiwillig unterzeichnet habe, sagte Singh dem Nachrichtenmagazin "Focus".
Den Sperrvertrag selber bezeichnete Singh als diskriminierend, weil er von fünf Ländern bestimmt werde, für die exklusive Regeln gälten. Deshalb habe Indien sich ihm bisher nicht angeschlossen. "Das Weltnuklearsystem muss Indien aber integrieren. Darum geht es auch bei dem jüngsten Arrangement mit den USA: Uns als Nuklearmacht anzuerkennen und den Handel mit den Nuklearmächten zu ermöglichen." US-Präsident George W. Bush sagte Indien bei seinem Besuch zu, nach Jahrzehnten des Boykotts Nukleartechnologie und angereichertes Uran zu liefern.
(apa/red)
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