Protest gegen Neonazis: Straßenschlachten zwischen Autonomen und Polizei in Mailand
- Polizei setzte Tränengas ein - 40 Verhaftungen
- Ex-Premier Prodi distanziert sich von Ausschreitungen
Aus Protest gegen eine Demonstration von Rechtsextremen haben sich hunderte Autonome am Samstag in Mailand eine Straßenschlacht mit der Polizei geliefert. Die bis zu 500 linken Demonstranten gingen mit Metallstangen, Steinen und Molotow- Cocktails auf die Sicherheitskräfte los, die eine genehmigte Kundgebung der Neofaschisten schützten.
Mehrere Beamte mussten laut Polizeiangaben behandelt werden, einer sei ins Krankenhaus gebracht worden. Etwa 40 Randalierer wurden laut Medienberichten festgenommen. Ein Polizeiwagen ging in Flammen auf, mehrere andere Autos und Geschäfte wurden demoliert.
Das staatliche Fernsehen sprach von "guerillaartigen Szenen" in der Innenstadt. Ein Auto und ein Zeitungskiosk seien in Brand gesetzt worden. Die Polizei sei mit Tränengas und Schlagstöcken vorgegangen.
Exministerpräsident Romano Prodi, der für die Mitte-links-Opposition am 9. und 10. April die Parlamentswahlen gewinnen will, verurteilte die Ausschreitungen. Die Gewalt habe "nichts mit unserem Konzept von Demokratie und Höflichkeit zu tun".
(apa)
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