Mittwoch, 8. März 2006

Um Parlamentswahl am Sonntag zu sichern:
Kolumbianische Armee tötet 14 Rebellen

  • Guerilleros wollen mit Anschlägen Wahl sabotieren

Die kolumbianischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben bei schweren Gefechten mit linken Rebellen mindestens 14 Guerilleros getötet. Weitere 15 Mitglieder der marxistischen "Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens" (FARC) seien gefangen genommen worden, und 70 hätten sich freiwillig ergeben, sagte ein Militärsprecher fünf Tage vor der Parlamentswahl am kommenden Sonntag.

Die FARC versuchen mit einer Welle von Angriffen und Anschlägen, der in den vergangenen zwei Wochen etwa 75 Menschen zum Opfer gefallen sind, die Wahl zu sabotieren. Außerdem wollen sie nach Einschätzung politischer Beobachter in der Hauptstadt Bogotá die Wiederwahl des konservativen Präsidenten Alvaro Uribe im Mai verhindern.

Kolumbien leidet schon seit mehr als 40 Jahren unter einem bürgerkriegsähnlichen Konflikt, in dem linke Rebellen den von konservativen Kräften beherrschten Staat bekämpfen. Ein Ende des auch vom Drogenschmuggel angeheizten Konflikts ist nicht in Sicht.
(apa)

8.3.2006 07:26