"Tödliche Falle wie im Irak": Iran warnt vor US-Militäraktion im Streit um Atomprogramm
- Geheimdienst: Iran arbeitet bereits an Atomraketen
- Bis nach Israel: Erreichen Reichweite von 2.000 km
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Setzte sich sogar gegen US-Widerstand durch

Angesichts der drohenden Einschaltung des UNO-Sicherheitsrates in den Atomstreit hat der iranische Atomunterhändler Ali Larijani die USA vor einem militärischen Vorgehen gegen sein Land gewarnt. Dem BBC sagte Larijani, wie im Irak werde Washington in eine tödliche Falle geraten.
Auch vor dem Irak-Krieg habe die US-Regierung fälschlicherweise behauptet, dass sie für ihre Position internationale Unterstützung habe. Teheran betreibe lediglich Atomforschung zu friedlichen Zwecken und habe das Recht dazu. Die US-Regierung dagegen betreibe "psychologische Kriegsführung".
Der Gouverneursrat der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA bzw. IAEO) begann am Montag mit mehrtägigen Beratungen, bei denen der Dauerstreit um das iranische Atomprogramm im Mittelpunkt steht. Es geht um die Frage, ob der Streit endgültig vor den UNO-Sicherheitsrat gebracht wird.
Geheimdienst: Iran tüftelt an Atom-Raketen
Der Iran arbeitet westlichen Geheimdiensten zufolge an atomwaffenfähigen Mittelstreckenraketen. Die Islamische Republik habe ein Programm mit dem Ziel aufgelegt, seine Shahab-3- Raketen mit Atomsprengköpfen auszurüsten, heißt es in einem entsprechenden Bericht. Shahab-Raketen haben eine Reichweite von rund 2.000 Kilometer und können damit Israel sowie US-Stützpunkte in der Golfregion erreichen.
Dem Geheimdienstbericht zufolge hat der Iran ein geheim gehaltenes Projekt unter dem Codenamen 111 gestartet, dessen Aufgabe es sei, Shahab-3-Raketen mit atomaren Sprengköpfen auszurüsten. Für das Projekt seien Mitarbeiter mit engen Verbindungen zum iranischen Militär abgestellt.
Rakete mit nordkoreanischen Wurzeln
Auch deutsche Regierungsvertreter sprachen davon, dass der Iran seine Arbeiten an einer verbesserten Raketentechnik verstärkt habe. Der deutsche Geheimdienst habe bereits die einschlägigen Fachfirmen im Land schriftlich davor gewarnt. Die Industrie sei aufgefordert, vor iranischen Agenten auf der Suche nach Raketentechnik auf der Hut zu sein. Dabei wies der Regierungsvertreter darauf hin, dass im Zusammenhang mit dem Verkauf verbotener Teile in der Vergangenheit mehrere Staatsbürger festgenommen worden seien.
Die Shahab-Rakete basiert auf der nordkoreanischen Nodong-Rakete. Einem in den USA ansässigen iranischen Experten zufolge hat der Iran die Produktion seiner Shahab-3-Raketen auf jährlich 90 Stück von bisher 15 bis 20 erhöht. Der Iran hat wiederholt erklärt, die Raketen einzusetzen, um einen Angriff abzuwehren.
(apa/red)
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