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Bei der Explosion einer Autobombe auf einem Markt in der irakischen Stadt Bakuba sind am Montag nach Polizeiangaben sechs Menschen getötet worden, 23 weitere wurden verletzt. Der Anschlag richtete sich offenbar gegen eine irakische Polizeipatrouille. Bakuba liegt nordöstlich von Bagdad und war bereits mehrfach Tatort von Anschlägen und Unruhen.
In Bagdad explodierten am Montag mindestens sechs Sprengsätze und töteten insgesamt sechs Menschen, in der 30 Kilometer weiter südlich gelegenen Ortschaft Mahmudiya wurde bei einem Anschlag auf eine Polizeipatrouille eine Passantin getötet. Im nordirakischen Kirkuk wurden drei Angehörige der turkmenischen Minderheit aus einem vorbeifahrenden Auto heraus erschossen.
Von Amnesty International kommen indessen neue Vorwürfe. Trotz der weltweiten Empörung über die Folterbilder aus Abu Ghraib werden im Irak auch weiter Häftlinge misshandelt, schreibt die Menschenrechtsorganisation in ihrem neuen Bericht. Derzeit hielten allein die Koalitionstruppen im Irak rund 14.000 Häftlinge fest, schreibt Amnesty unter Berufung auf im November von den US-Streitkräften im Internet veröffentlichte Zahlen.
Den Häftlingen werde das Grundrecht genommen, ihre Verhaftung anzufechten. In den ersten zwei Monaten der Inhaftierung dürften die Gefangenen weder ihre Anwälte noch Familien sehen. Einige Gefangene wurden dem Bericht zufolge nach monatelanger Haft ohne Erklärung, Entschuldigung oder Entschädigung entlassen. Sie seien Opfer eines Systems, das "willkürlich" und eine "Anleitung zum Missbrauch" sei.
Ein Sprecher der Haftanstalten der US-Streitkräfte wies die Anschuldigungen zurück. Alle Gefangenen würden entsprechend internationalen Konventionen und irakischen Gesetzen behandelt.
(apa/red)
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