Offenbar neue Fälle von Vogelgrippe in NÖ: 3 tote Schwäne in Kraftwerk Ybbs entdeckt
- Dringender Verdacht auf Infektion mit H5N1-Virus
- Schutz- und Überwachungszone eingerichtet
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In Niederösterreich sind neuerlich Verdachtsfälle der Vogelgrippe durch das Influenza-Virus H5N1 aufgetreten. An der Infektion könnten drei Schwäne verendet sein, die im Rechen des Donaukraftwerkes Ybbs-Persenbeug gefunden worden sind. Dies bestätigte am Samstag ein Sprecher des Gesundheitsministeriums.
"Der erste Test bei den Tieren durch das Labor der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) in Mödling fiel positiv aus. Die Bestätigungstests werden im EU-Referenzlabor in Weybridge in Großbritannien durchgeführt", erklärte der Sprecher des Ministeriums.
Wie Christian Milota, Sprecher von Niederösterriechs Agrarlandesrat Josef Plank (V) sagte, seien vorsorglich bereits eine Schutz- und darüber hinaus gehend eine Überwachungszone eingerichtet worden. Die Schutzzone gilt in einem Umkreis von drei Kilometern um den Fundort. Dort werden nun alle Betriebe mit Geflügel untersucht. Außerdem darf kein Geflügel hinein- oder hinaus gebracht werden.
Allerdings war nicht bekannt, woher die Schwäne eigentlich stammten, da die Kadaver ja mit der Strömung der Donau an dem Kraftwerk angetrieben worden waren. Bis zu einer allfälligen Bestätigung durch die Tests in Weybridge dürften noch mehrere Tage vergehen.
Bis Freitag sind in Österreich in Labortests der AGES 36 Vogelgrippe-Verdachtsfälle gefunden worden. In sechs von ihnen wurden diese Ergebnisse vom zuständigen Referenzlabor der EU in Weybridge bereits bestätigt. Der erste Vogelgrippe-Verdacht in Niederösterreich war am 18. Februar bei einer Wildente aufgetaucht, die bei Klosterneuburg gefunden worden war.
Weitere Fälle in Griechenland, Polen und der Schweiz
In Europa sind weitere mit Vogelgrippe infizierte Wildvögel gefunden worden. Vier in der Nähe der nordgriechischen Hafenstadt Thessaloniki verendete Schwäne waren mit dem gefährlichen Vogelgrippevirus H5N1 infiziert. Das teilte das griechische Landwirtschaftsministerium am Samstag mit. Damit ist die Zahl der Fälle in Griechenland, bei denen das Virus nachgewiesen wurde, auf 30 gestiegen. Der Virus-Subtyp H5N1 kann im Extremfall auch für den Menschen gefährlich werdem.
Bei einer Ente in der Schweizer Stadt Schaffhausen wurde das Virus H5 festgestellt, wie das Bundesamt für Veterinärwesen in Bern mitteilte. Auch ein toter Schwan, der bei dem polnischen Dorf Warniki in einem Nationalpark an der Oder gefunden worden war, hatte die Geflügelpest. Das teilte die polnische Veterinärbehörde mit. Bei beiden Vögeln - aus der Schweiz und aus Polen - muss noch untersucht werden, ob es sich um den Virus-Typ H5N1 handelt.
(apa)
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