Agentur für Gesundheit warnt: "Stallpflicht"
auch für Katzen nicht ausgeschlossen
- Experte: "Wenn H5N1 übergreift, ist Feuer am Dach"
- Vogelgrippe-Test für Katzen jetzt bei Tierarzt möglich
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In Vogelgrippe-Gebieten. Österreich ausgenommen
Die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) schließt im Zusammenhang mit der Vogelgrippe eine "Stallpflicht" für Katzen in Österreich nicht aus, falls das H5N1-Virus auf streunende Katzen übergreift. Das sagte der Veterinärmediziner Josef Köfer am Mittwoch. Bei Tierärzten kann unterdessen bereits ein Vogelgrippe-Test für Katzen durchgeführt werden.
"Wenn das H5N1-Virus auf streunende Katzen übergreift, dann ist Feuer am Dach. Dann erreicht die Vogelgrippe eine neue Dimension", so Köfer. Die erste Maßnahme könnte dann sein, so Köfer, auch für Katzen eine generelle Hauspflicht in Österreich einzuführen. Laut Köfer ist allerdings noch immer nicht geklärt, ob sich Katzen überhaupt als Überträger des Virus eignen oder ob sie daran sterben. "Wir müssen abwarten, wie die Entwicklung der Vogelgrippe weitergeht."
Vogelgrippe-Test für Katzen
Katzenhalter können ihre vierbeinigen Lieblinge beim Tierarzt auf das H5N1-Virus testen lassen. Die Veterinäre haben die Möglichkeit, mittels Rachenabstrichen zu überprüfen, ob das Tier die Krankheit in sich trägt. Analysiert werden die Proben von der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) im Labor in Mödling. Die Prozedur sei für die Katze völlig beschwerdefrei, betonte die Österreichische Tierärztekammer. Dabei werde lediglich ein Abstrich im Rachenraum gemacht und die Probe mittels Polymerase-Chain-Reaktion (PCR) untersucht. Mit dieser Methode kann vorhandenes Virus-Erbmaterial direkt nachgewiesen werden. Die Kosten dürften sich mit Tierarztbesuch auf rund 120 Euro belaufen, so die Kammer.
Nur mäßige Furcht vor Vogelgrippe
Nahezu zwei Drittel der Österreicher haben vor der Vogelgrippe nur mäßige Furcht. Das ist das am Donnerstag veröffentlichte Ergebnis einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstitutes IMAS. Die Befragten zeigten zudem großes Vertrauen in die Pharmaindustrie, dass sie rechtzeitig Gegenmittel entwickeln werde.
62 Prozent schlossen aus, dass sich die Seuche zur "ganz großen gesundheitlichen Gefahr für die Menschen" entwickeln könnte. 27 Prozent waren jedoch davon schon überzeugt. Am meisten gelassen zeigten sich Personen mit hoher Schulbildung und jene aus der Landwirtschaft.
61 Prozent gaben bei der Umfrage an, ihr Vertrauen sei zumindest "ziemlich groß", dass die Pharmaindustrie rechtzeitig wirksame Medikamente oder Impfstoffe zum Schutz gegen die Vogelgrippe entwickeln werde. Bei 33 Prozent war das Vertrauen nicht besonders groß oder ganz gering. Sechs Prozent waren unentschieden.
(apa/red)
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