Vogelgrippe-Krise: Rauch-Kallat wegen Informationspolitik von Haupt kritisiert
- Ex-FP-Minister: Einzelne Schritte zu spät kommunziert
- Gesundheitsministerin weist Kritik vehement zurück
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Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat (V) hat am Dienstag im ORF-"Report" Kritik an der Informationspolitik ihres Ressorts im Umgang mit der Vogelgrippe zurück gewiesen. Diesbezüglich Defizite ortet ihr Amtsvorgänger Herbert Haupt (B), der seinerzeit die BSE-Krise zu bewältigen hatte.
Man habe "zu wenig offensiv die gesamte Dramatik eines Seuchenverlaufes der Bevölkerung dargestellt", kritisierte Haupt, der jetzt als Behindertenanwalt tätig ist. Einzelne Schritte, die nötig seien, um eine Seuche von den Nutztierbeständen fern zu halten, seien zu spät kommuniziert worden. Das sei für die Bevölkerung sicher beunruhigend, so Haupt.
Rauch-Kallat dazu: Es gebe genaue Pläne, was zur Vorbeugung einer Tierseuche getan werden müsse, und an diese Pläne halte man sich auch. Haupt habe die Sache vielleicht nicht genau beobachtet. Zurückgewiesen wurde von der Ministerin auch Kritik des Bürgermeisters von Nickelsdorf, Gerhard Zapfl (S). In Nickelsdorf wurden die 170 Katzen aus dem Grazer Tierheim "Arche Noah" unter Quarantäne gestellt, nachdem man bei drei Tieren den gefährlichen Vogelgrippe-Virus H5N1 diagnostiziert hatte.
In Nickelsdorf sei die einzige Quarantäne-Station des Bundes, verteidigte Rauch-Kallat die Überstellung der Tiere. Man habe gestern den zuständigen Landesveterinär, den Landesrat und Landeshauptmann Hans Niessl informiert, so die Ministerin. Der Bürgermeister sei insofern nicht unmittelbar betroffen, da es sich bei der Einrichtung in Nickelsdorf um eine Bundesanstalt handle.
(apa/red)
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