Letzte Mobilisierung fürs EU-Volksbegehren:
FP-Chef Strache ortet den Wahnsinn in Brüssel
- Großveranstaltung gegen "Frankenstein-Gebilde" EU
- Gegendemonstration verlief ohne Zwischenfälle
·Strache: Werden weit
über 100.000 liegen
Begehren: FPÖ jammert wieder über Behinderung
·FP-Erfolg: Akademie
erhält Fördergelder
Laut Partik-Pable Druck auf Mandatare: "Stalking"
·Handgreiflichkeiten bei Strache-Auftritt
Innsbruck: Parteichef wurde laut FP attackiert
·FP-Volksbegehren:
"Welle der Sabotage"
Vilimsky berichtet von vielen Behinderungen
·EU-Volksbegehren der FPÖ gestartet
"Österreich bleib frei" liegt bis 13. März auf
·Volksbegehren: Bei FP-Politikern unbeliebt
Nur zwei Abgeordnete werden unterschreiben
·Volksbegehren: FP mit Rang 2 zufrieden
Plus: Stimmbeteiligung bei bisherigen Begehren
·FPÖ-Volksbegehren ist fast nicht bekannt!
OGM: 67 Prozent werden eher nicht unterschreiben

Drei Tage vor dem Ende des FPÖ-Volksbegehrens "Österreich bleib frei", holte Parteichef Heinz-Christian Strache auf einer Großveranstaltung in Wien zum thematischen Rundumschlag aus. Vor rund 600 Anhängern proklamierte er: "Der Wahnsinn ist in Brüssel zu Hause". Aber auch die politischen Gegner, Asylsuchende und ein EU-Beitritt der Türkei wurden ausgiebig bedacht.
Auf dem Viktor-Adler-Markt in Favoriten, seit Jahren Schauplatz von FPÖ-Veranstaltungen, meinte Strache in Richtung EU: "Der Beitritt war ein Fehltritt." Österreich hätte damals einen neutralen Block mit der Schweiz bilden sollen. Das "Frankenstein-Gebilde" EU sei der Motor der Globalisierung anstatt eines Bollwerks dagegen. Die Union sei für Gentechnik, Atompolitik und Transit verantwortlich - und für die Vogelgrippe. "Ich bin ja felsenfest davon überzeugt, dass die Vogelgrippe aus Brüssel kommt - nirgendwo sonst habe ich so viele zweibeinige, abgehobene Politikervögel gesehen", scherzte Strache.
Gefährdet sei auch die österreichische Neutralität, meinte er und nannte ein überraschendes Idol: "Bruno Kreisky war ein großes Vorbild in dieser Frage", erinnerte der FP-Chef an den einstigen SPÖ-Kanzler, der ein unbestechlicher Politiker gewesen sei. Anders stünde dies mit den heutigen politischen Mitbewerbern, bedauerte Strache und griff unter anderen erneut Innenministerin Liese Prokop (V) an, die das FP-Volksbegehren zu einem ungünstigen Termin angesetzt habe: "Die Liesl Prokop ist heute so unsympathisch, dass die Bauern gar nicht mehr wollen, dass ihre Kühe Liesl heißen."
Als Einpeitscher für Strache hatte der neue Generalsekretär Harald Vilimsky fungiert. Vom Moderator als "Bruce Willis der Innenpolitik" angekündigt, warb er für das Volksbegehren, "damit der Viktor Adler-Markt nicht in Atatürk-Markt umbenannt werden muss".
Gegendemo ohne Zwischenfälle
Unter den Applaus der FP-Anhänger mischten sich auch Parolen von rund 200 Anti-Strache-Aktivisten. Zu der Demonstration unter dem Motto "Gegen Sozialabbau und rechte Hetze" hatte die Sozialistische Linkspartei aufgerufen. Laut dem zuständigen Polizeikommandanten, mit 180 Kollegen vor Ort, kam es zu keinen Zwischenfällen. Einige Eierwerfer habe man noch rechtzeitig abgefangen. (apa/red)
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