Grasser stockt Budget auf: 32 Millionen Euro mehr für Hochwasser- & Lawinenschutz
- Finanzminister sagt 720 Millionen Euro bis 2016 zu
- Umweltminister Josef Pröll: Bringt auch Arbeitsplätze
Österreich stockt das Budget für Hochwasser- und Lawinenschutz gehörig auf: 720 Millionen Euro hat Finanzminister Grasser für die Jahre 2006 bis 2016 zugesagt.
Zu den bisher 47 Millionen Euro pro Jahr für Schutzwasserprävention kommen laut Grasser ab 2007 per anno 32 Millionen dazu, für die Maßnahmen zur Wildbach- und Lawinenverbauung ist ein Plus von fünf Millionen - zu den bisher 69 Millionen Euro - vorgesehen. 2006 ist die zusätzliche Summe noch auf insgesamt 15 Mio. Euro beschränkt.
"Von den insgesamt 720 Millionen kommen 385 vom Bund, rund 205 von den Ländern und rund 130 von den Gemeinden", erklärte Grasser. Insgesamt sehe er durch diese Maßnahmen aber ein Gesamtinvestitionsvolumen von knapp drei Milliarden Euro bis 2016.
Im Vergleich dazu bezifferte Josef Pröll die durch die Hochwasser- Katastrophen entstandenen Schäden der vergangenen zehn Jahre mit fünf Milliarden Euro. Pröll: "Jeder in die Prävention investierte Euro bringt eine dreifache Wertschöpfung." Es gehe darum, einerseits "technische Maßnahmen, wo sie nötig sind und ökologische Maßnahmen, wo sie möglich sind", zu setzen.
Zudem gebe es einen "Arbeitsbeschaffungseffekt". Derzeit seien 6.500 Menschen in Hochwasser- und Lawinenschutz-Projekten beschäftigt. Die Initiative werde "zusätzliche 1.500 Arbeitsplätze" in Österreich schaffen. Insgesamt sind bis 2016 rund 640 Projekte geplant. (apa/red)
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