Zwei Tote bei Lawinenunglück am Präbichl: Schneemassen fordern weitere Verletzte
- Mehrere Personen in der Steiermark verschüttet
Zwei Tote und zwei Schwerverletzte forderten zwei Lawinenabgänge auf dem steirischen Präbichl (Bezirk Leoben). Auf beiden Seiten des Berges waren Lawinen fast zeitgleich abgegangen und hatten Wintersportler unter sich begraben. Bei zwei geborgenen Personen, beides Tourengeher, blieb die Reanimation durch die Rettungsteams erfolglos.
Beide Lawinen gingen kurz nach Mittag ab. In der so genannten Herkulesrinne vom Polster Richtung Gsöllalm wurden drei Personen von den Schneemassen erfasst und verschüttet. Ein Mann konnte schwer verletzt geborgen werden. Wie Einsatzleiter Josef Hinsl vom Roten Kreuz mitteilte, wurde der Mann in künstlichen Tiefschlaf versetzt und mit dem ÖAMTC-Hubschrauber Christophorus 12 ins LKH Graz gebracht. Bei zwei weiteren Opfern blieben die Rettungsbemühungen erfolglos: Sie konnten zwar rasch geborgen werden, die Reanimation brachte aber keinen Erfolg.
Der zweite Unfall passierte etwa zehn Minuten später in der so genannten Polsterrinne auf der Eisenerzer Bergseite. Dabei wurde ein Skifahrer unter der Lawine begraben. Die Einsatzkräfte konnten ihn schwer verletzt bergen. Er wurde ins LKH Leoben gebracht. Ausgelöst worden war die Lawine laut Polizeisprecher Wolfgang Failmayer von einem zweiten Skifahrer, der flüchtete. Der Unfall passierte in einem von der Lawinenkommission gesperrten Gebiet.
Wenig später gab es in der Obersteiermark erneut Lawinenalarm: Auf der Planneralm (Bezirk Liezen) war ein Schneebrett abgegangen. Wie sich herausstellte, wurde ein Tourengeher verschüttet. Er konnte sich aber selbst befreien und blieb unverletzt.
Laut Landeswarnzentrale waren insgesamt etwa 60 Bergretter und sechs Hubschrauber von Bundesheer, Innenministerium und ÖAMTC im Einsatz. Zur psychosozialen Betreuung der Angehörigen der verstorbenen Skifahrer wurden auch Mitglieder des steirischen Kriseninterventionsteams alarmiert.
(apa/red)
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