Mittwoch, 8. März 2006

Schlechter Scherz: Kindesentführung in
Hall hatten sich vier Schüler ausgedacht

  • Lausbubenstreich löste Großfahndung in Tirol aus
  • Stadt abgeriegelt, Sperre auf Autobahn: Wer zahlt?

Die mutmaßliche Kindesentführung in Tirol hat sich als Lausbubenstreich entpuppt. Dies haben Befragungen der vier "Augenzeugen" des angeblichen Vorfalles durch Polizeibeamte und Psychologen am Mittwochabend ergeben.

Die Buben hatten schließlich zugegeben, den Vorfall erfunden zu haben. Sie hätten beobachten wollen, wie die Polizei auf ihre Angaben reagiere. Ob die Eltern der Kinder für den Großeinsatz finanziell aufkommen müssen, war vorerst unklar.

Im Einsatz stand ein Großaufgebot der Exekutive. Allein zwölf Beamte waren damit beschäftigt, Listen von Schülern im möglichen Alter aus dem Raum Hall durchzugehen und sich zu Hause nach den Kindern zu erkundigen.

Im Zuge der Alarmfahndung wurde die Stadt Hall vorübergehend abgeriegelt. An allen wichtigen Straßen, auch auf der Inntalautobahn, gab es Kontrollen durch die Exekutive und Verkehrsbehinderungen.

(apa/red)

8.3.2006 14:02