Mittwoch, 8. März 2006

Nach Aufregung in Telfs: Nun plant auch Niederösterreich Errichtung von Minarett

  • Mit interkulturellem Kommunikationszentrum
  • Heftige Proteste gegen Bau in Bezirk Neunkirchen

Nicht nur im Tiroler Telfs sondern auch in Niederösterreich sorgt nun ein geplantes Minarett für Aufregung. Ein solches soll in Natschbach-Loipersbach (Bezirk Neunkirchen) im Rahmen eines interkulturellen Kommunikationszentrum errichtet werden. Wie die "Niederösterreichischen Nachrichten" (NÖN) in ihrer aktuellen Wochenausgabe am Mittwoch berichteten, reagierten Bürger und Politiker mit Ablehnung und Protest.

Der Wochenzeitung zu Folge soll ein Natschbacher, der in Zell am See lebt, die Bauten errichten und nach Fertigstellung vermieten. Trotz signalisiertem Widerstand - der Gemeinderat und Bürgermeister Leopold Schitkowitz (V) lehnten das Projekt einstimmig ab - sei es "beinahe unmöglich, religiöse Bauten zu verhindern", so die NÖN. In einer einberufenen Einwohnerversammlung wurden die Bürger bereits über die Pläne informiert. Der Tenor der Stellungnahmen in der Gemeinde fiel demnach alles andere als positiv aus.

Derzeit liege allerdings nur ein Schriftstück vor, dass um Bewilligung des islamischen Kulturzentrum ersucht. Der Ort such nun Auswege, um dieses und eventuell auf gleichen Motiven beantragte Bauwerke zu verhindern. "Wir haben jedoch schlechte Karten", sagte Schitkowitz gegenüber den "Niederösterreichischen Nachrichten".
(apa/red)

8.3.2006 12:16