Mittwoch, 8. März 2006

In Topf mit heißem Wasser gestiegen: Kleinkind erlitt schwere Verbrühungen

  • 9 Monate alter Bub mit Flugrettung ins LKH Leoben
  • Mutter hatte Wasser zum Inhalieren bereitgestellt

Ein neun Monate alter Bub hat sich Mittwoch früh im obersteirischen Bezirk Liezen schwere Verbrühungen zugezogen. Nach Angaben der Polizei hatte die Mutter einen Topf heißes Wasser auf die Küchenanrichte gestellt. Als sie ihren Sohn kurz allein ließ, kletterte der Bub auf die Anrichte und stieg in den Topf. Der Kleine musste mit der Flugrettung ins LKH Leoben geflogen werden.

Der Unfall passierte gegen 7.30 Uhr in Weißenbach. Die 37 Jahre alte Lehrerin hatte den Topf mit dem heißen Wasser zum Inhalieren für ihren kleinen Sohn auf die Anrichte gestellt. Das Kleinkind zog sich bei dem Unfall Verbrennungen zweiten Grades zu.

"Der heiße Topf am ungesicherten Herd, der leicht erreichbare Suppenteller, die Teetasse in der einen und das Baby in der anderen Hand - zu Hause lauern viele Gefahren, die zu thermischen Verletzungen der Haut führen können", warnte in diesem Zusammenhang der Grazer Kinderchirurg Michael Höllwarth, Präsident des Vereins "Große schützen Kleine". Ein kurzer Augenblick der Unachtsamkeit genügte und ein Kind könne sich bereits schwer verletzen. "Die Gefahren werden von den Eltern größtenteils unterschätzt", so Höllwarth. (apa/red)

8.3.2006 11:20