Mittwoch, 1. März 2006

Alarmierende Brit-Studie: Deodorants könnten Entstehung von Brustkrebs fördern

  • Aluminium in Mitteln lockt Östrogen-Rezeptoren an
  • Zusätzliche Gefahr droht durch Achselhöhlen-Rasur

Setzen Frauen durch den Wunsch, möglichst wenig zu schwitzen, täglich ihre Gesundheit aufs Spiel? Philippa Darbre von der School of Biological Sciences an der University of Reading (Großbritannien) glaubt nach einer Studie einen Zusammenhang zwischen in Deos enthaltenem Aluminium und Brustkrebs gefunden zu haben und fordert mehr Forschungs zu diesem Thema. Die Studie wurde in der Wissenschaftszeitschrift Journal of Applied Toxicology veröffentlicht.

Bis vor Kurzem nahmen Wissenschafter an, dass nur relativ komplexe Moleküle etwa aus der Umwelt - wie Pestizide oder Kunststoffbeimischungen - in den Hormonhaushalt des Menschen eingreifen können. Erst nach und nach führen Forschungen zu den Schluss, dass auch einfache Metall-Ionen wie Aluminium oder Cadmium solche Wirkungen haben und beispielsweise an die körpereigenen Rezeptoren für das Hormon Östrogen andocken.

Aluminium ist schuld
Nachdem Östrogen bekanntermaßen eine Rolle bei der Entwicklung von Brustkrebs spielt, liegt für Darbre die Vermutung nahe, dass auch Aluminium involviert sein könnte. Aluminium-Salze sind in vielen Deodorants enthalten und diese werden täglich in unmittelbarer Nähe der Brust in die Achselhöhle aufgebracht.

Gefahr durch Achselhöhlen-Rasur
Wenn Frauen sich dazu auch noch die Achselhöhle rasieren, wären die kleinen Wunden eine zusätzliche Eintrittspforte für das Aluminium, argumentiert die Wissenschafterin. Darbre gibt auch zu bedenken, dass auch Cadmium, wie es im Zigarettenrauch enthalten ist, eine Ursache für die Zunahme von Brustkrebsfällen sein könnte.
(apa/red)


1.3.2006 09:00