Dienstag, 28. Februar 2006

E-Mail-Verbot für "Allah" im Namen: Yahoo! verweigert Ed Callahan eigene Mail-Adresse

  • Vorschrift dient als Schutz vor Schmähschriften
  • Regelung von Yahoo! mittlerweile wieder aufgehoben

Auch mit eigentlich unverdächtigen Namen kann man große Probleme haben, wie jetzt ein Mann im US-Staat Wisconsin feststellen musste. Ed Callahan versuchte, bei Yahoo! eine E-Mail-Adresse auf seinen Namen einzurichten. Er probierte verschiedene Möglichkeiten aus und kam schließlich zu dem Schluss, dass er auf Grund des "allah" im Mittelteil seines Namens keine Adresse zugewiesen bekam.

"Der Krieg gegen den Terror ist zu einem Krieg gegen Muslime geworden", sagte Callahan. Yahoo! bestätigte, dass die Verwendung dieses Begriffs tatsächlich eine Zeit lang nicht möglich war. Dies sei geschehen, um Nutzer vor Schmähschriften zu schützen.

Einige Personen hätten sich nämlich mit bestimmten Begriffen registriert, nur um dann andere zu bedrohen oder zu beschimpfen. Und dies widerspreche den Yahoo!-Richtlinien. Inzwischen sei die Regelung aber wieder geändert worden - und Callahan hat jetzt auch eine E-Mail-Adresse mit seinem Nachnamen. (APA/red)

28.2.2006 10:01