Mittwoch, 1. März 2006

NEWS deckt ARBÖ-Skandal auf: Verdacht
der Untreue gegen Geschäftsführer

  • Warum ARBÖ-Präsident Peter Rezar zurücktrat
  • Untreue entdeckt: Präsidium verhinderte Entlassung

Das Nachrichtenmagazin NEWS veröffentlicht in seiner aktuellen Ausgabe die wahren Hintergründe die zum überraschenden Rücktritt von ARBÖ-Präsident Peter Rezar während der Präsidiumssitzung des SP-nahen Autofahrerklubs in Eisenstadt führten.

Nach NEWS vorliegenden Unterlagen haben der Grazer Rechtsanwalt Kurt Klein und der steirische Steuerberater Friedrich Möstl im Auftrag Rezars einen Prüfbericht über die Vorwürfe gegen den von Rezar suspendierten ARBÖ-Geschäftsführer Rudolf Hellar verfasst und dem Präsidium vorgetragen.

Die Prüfer stießen bei ihren Erhebungen nicht nur auf ein unangemessen hohes Gehalt Hellars von 194.000 Euro und zahlreiche weitere Privilegien, sondern auch noch auf eine Reihe von aufklärungswürdigen Vorgängen wie zwischenzeitig zurückbezahlten hohen Barentnahmen aus der ARBÖ-Kasse. Absoluter Höhepunkt: Dem Präsidium wurde ein "Entlassungsgrund" vorgetragen, da Fliegengitter für das Haus von Hellars Tochter über 1.328,64 Euro aus der ARBÖ-Kasse bezahlt worden seien, was den Verdacht der Untreue nahe läge.

Rezar forderte daraufhin Hellars Entlassung, doch die Mehrheit des Präsidiums verweigerte die Zustimmung. Die Folge: Rezar trat zurück und verließ prompt die Sitzung.

Hellars Verbündete - allen voran der Kärntner SP-Politiker und neue ARBÖ-Präsident Rudolf Schober - üben sich jetzt in Schadensbegrenzung. Schober zu NEWS: "Ich weiß nicht, ob die Vorwürfe strafrechtlich relevant waren. Ich habe diese mündlich vorgetragenen Vorwürfe schriftlich angefordert und der Kontrollkommission weitergeleitet. Die prüft jetzt. Es steht mir auch kein Urteil darüber zu, ob ein Entlassungsgrund vorliegt."

Noch mehr Infos finden Sie in der aktuellen Ausgabe von NEWS!

1.3.2006 12:48