Mittwoch, 1. März 2006

Ewald Nowotny im NEWS-Interview: "Die Klavierfabrik muss in Österreich bleiben"

  • Bawag-Boss: "Kein Bösendorfer-Verkauf an Konkurrenten"

In der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS nimmt Bawag-Generaldirektor Ewald Nowotny zum geplanten Verkauf des Klavierherstellers Bösendorfer Stellung. Nowotny will den Verkauf bis Sommer über die Bühne bringen. Der Banker zerstreut die Sorgen um einen Verkauf des Traditionsbetriebs an einen Konkurrenten oder ins Ausland: "Die Unabhängigkeit von Bösendorfer muss gesichert sein. Ein bloßer Investor würde unsere Voraussetzungen nicht erfüllen. Das müssen Leute sein, die ein inhaltliches Engagement mitbringen."

Auch der Standort Österreich steht für Nowotny außer Diskussion, obwohl der zukünftige Eigentümer sehr wohl auch aus dem Ausland kommen kann: "Es geht darum, Bösendorfer als einen Teil der österreichischen Kulturlandschaft, das heißt: als Unternehmen, das in Österreich produziert, zu sichern." Eine Beschäftigungsgarantie will der Bawag-General jedoch nicht explizit zur Bedingung machen. Nowotny will die Klaviermanufaktur freilich nicht um jeden Preis abstoßen und beruhigt die Kritikern des Verkaufs: "Findet sich kein geeigneter Käufer, führen wir Bösendorfer selbst weiter".

Zu den kolportierten Meldungen über den aktuellen Schuldenberg in der Höhe von 4 Mio. Euro gibt Nowotny jedoch Entwarnung. Und auch der derzeitige Bösendorfer-Boss Aichinger spricht von bewussten Falschmeldungen: "Die Zahl stimmt nicht annähernd." Ebenso dementiert Aichinger, dass die Produktion zuletzt von 500 auf nur 380 produzierte Flügel pro Jahr abgestürzt ist.

Die gesamte Story lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von NEWS!

1.3.2006 12:46