Mittwoch, 1. März 2006

NEWS über die Doping-Affäre: Jetzt klagt Walter Mayer die obersten Doping-Behörden

  • Razzia in Italien durch eine Falschmeldung ausgelöst
  • Österreichs Doping-Chef: "Guantanamo-Methoden"

In der Woche eins nach Ende der Olympischen Spiele von Turin schlägt nun der des Dopings beschuldigte Ex-Coach der heimischen Biathleten, Walter Mayer, zurück. Mayers Anwalt hat eine Klage bei der obersten Doping-Behörde, der WADA (World Anti Doping Agency) eingebracht, in der den Fahndern vorgeworfen wird, "durch Falschinformationen" die Razzia in Sestriere überhaupt erst ausgelöst zu haben.

Im Detail geht es um eine Hausdurchsuchung am 29. Jänner dieses Jahres, bei der an Mayers Wohnadresse in der Schladminger Ramsau angeblich "Geräte, die zum Blutdoping geeignet sind" gefunden worden waren. Tatsächlich jedoch handelte es sich dabei, so Mayers Anwalt Hasslacher, "um ein harmloses Gerät zur Bestimmung des Laktatwertes, also des Blutzuckers". Durch diese "Falschmeldung" sei es dann erst in Sestriere zur überfallsartigen Hausdurchsuchung des Quartiers der Österreicher und zur Flucht Mayers gekommen. Hasslacher hat am 27.2.2006 jedenfalls diesbezüglich eine Anzeige wegen "Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung" gegen die WADA eingebracht.

Scharf zu Wort meldet sich in NEWS nun auch der Österreich-Vertreter der WADA, Karlheinz Demel. Auch er kritisiert die Vorgangsweise der Doping-Fahnder im Fall Mayer. In Richtung des WADA-Chefs Richard Pound meint Demel gar: "Ich werde dem Herrn sagen, dass dieses Vorgehen Guantanamo-Methoden entspricht." Mayer selbst bezeichnet Demel als "besessenen Eigenbrötler und Dickschädel", der nicht wegen Dopings sondern wegen "seiner Dummheit" gestraft gehöre.

Die gesamte Story zur Doping-Affäre finden Sie im aktuellen NEWS!

1.3.2006 12:15