Einigkeit über neue Stromlösung: Verbund & EnergieAllianz klärten letzte offene Punkte
- Vertrag wird EU-Kartellbehörden erneut vorgelegt
Verbund und EnergieAllianz haben sich über die letzten noch offenen Punkte einer gemeinsamen Stromlösung geeinigt und eine gemeinsame Punktation paraphiert. Kernpunkte sind eigenständige Auftritte im Massenkundengeschäft, eine Einigung über wechselseitige Aufgriffsrechte und wechselseitige Beteiligungen bei den Stromhandelstöchtern in Höhe von 33 Prozent.
Im Massenkundengeschäft für Kunden mit weniger als 4 Millionen Kilowattstunden (kWh) Stromverbrauch pro Jahr - dies entspricht dem Stromverbrauch von Haushaltskunden und kleineren Unternehmen - soll es auch weiterhin eigenständige Marktauftritte von Verbund und EnergieAllianz (EVN, Wienstrom und Bewag) geben.
In dem noch offenen Punkt der wechselseitigen Aufgriffsrechte sei Übereinstimmung erzielt worden, schreibt der Verbund in einer Aussendung. Vorbehaltlich einer kartellrechtlichen Genehmigung sei die Aufstockung der gegenseitigen Beteiligungen auf 33 Prozent vorgesehen. Nähere Details nannte der Verbund nicht. Nach Medienberichten soll die EnergieAllianz zunächst in der Verbund-Großhandelstochter APT einsteigen, während sich der Verbund gleichermaßen an der EnergieAllianz-Tochter E&S beteiligt.
Die Partner hätten "darüber hinaus vereinbart, sich bei strategisch wichtigen Projekten, insbesondere in Österreich, zu unterstützen".
Auf Grundlage der gemeinsamen Punktation werde das Vertragswerk erstellt und dann den Brüsseler Kartellbehörden zur Prüfung vorgelegt. Wenn die unterzeichneten Verträge sowie eine positive Stellungnahme aus Brüssel vorliegen, werde der Verbund im Rahmen einer außerordentlichen Hauptversammlung die "Stromlösung 05" seinen Aktionären zur Beschlussfassung vorlegen.
(apa/red)

