Dienstag, 28. Februar 2006

Inflation im Februar weiterhin auf niedrigem Niveau: Mit 1,2 % Wert so tief wie Ende '03

  • Freizeit, Kultur sowie Nachrichtenübermittlung billiger
  • Treibstoffe stark verteuert, Betriebskosten gestiegen

Die Teuerung ist in Österreich im vergangenen Monat weiter niedrig geblieben. Wie im Jänner lag die nach heimischen Kriterien berechnete Jahres-Inflationsrate auch im Februar bei 1,2 Prozent, dem niedrigsten Niveau seit Ende 2003. Im November und Dezember vergangenen Jahres hatte die Teuerungsrate noch jeweils 1,6 Prozent betragen. Die für die Euro-Zone ermittelte HVPI-Rate verharrte im Februar wie schon im Monat davor bei 1,5 Prozent.

Mehr als die Hälfte der Jahres-Inflationsrate von 1,2 Prozent im Monat Februar erklärt sich laut Statistik Austria durch die starken Preisanstiege in der Hauptgruppe "Verkehr" von 4,7 Prozent, etwa die Verteuerungen bei Normalbenzin um 16 Prozent sowie Superbenzin und Diesel um jeweils 17 Prozent.

In der Hauptgruppe "Wohnung, Wasser, Energie" stiegen die Preise um 2,9 Prozent. Hauptgrund dafür waren deutliche Teuerungen bei Betriebskosten für Wohnungen (+7 Prozent; Betriebskosten, Eigentumswohnung +17 Prozent) und bei Haushaltsenergie (+6,5 Prozent). Die Instandhaltung von Wohnungen war 3,0 Prozent teurer als vor einem Jahr.

Ausgaben für Eigentumswohnungen (Annuitätenzahlungen) sanken um 23,3 Prozent. Die Hauptgruppe "Restaurants und Hotels" (+3,0 Prozent) verzeichnete Preisanstiege bei Beherbergungs- (6,6 Prozent) und Bewirtungsdienstleistungen (2,1 Prozent).

Freizeit, Kultur und Nachrichtenübermittlung billiger
Eindeutig inflationsdämpfend wirkten dagegen Preisrückgänge in der Hauptgruppe "Freizeit und Kultur" (-3,3 Prozent). Hier wurden audiovisuelle, fotografische und EDV-Geräte um 12,5 Prozent billiger. Die Preise für Pauschalreisen gingen um 5,4 Prozent zurück.

In der Hauptgruppe "Nachrichtenübermittlung" (-10,8 Prozent) setzte sich die schon seit Monaten bestehende Tendenz sinkender Preise fort. Telefon- und Faxdienstleistungen verbilligten sich im Jahresabstand um 11,2 Prozent, Telefon und Faxgeräte um 22,9 Prozent.

Im Monatsabstand - von Jänner auf Februar - stiegen die Preise in der Hauptgruppe "Freizeit und Kultur" um 0,8 Prozent, laut Statistik Austria vor allem wegen Teuerungen bei Pauschalreisen (+4,9 Prozent; Flugpauschalreisen +7,7 Prozent). Die Hauptgruppe "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" verteuerte sich um 0,7 Prozent, Nahrungsmittel um 0,5 Prozent, dabei vor allem Obst (+4 Prozent) und Gemüse (+3 Prozent). Alkoholfreie Getränke kosteten im Februar um 2,3 Prozent mehr als im Jänner, Orangensaft zum Beispiel um 4 Prozent mehr.

In der Hauptgruppe "Verkehr" (+0,5 Prozent) stiegen im Monatsabstand vor allem die Preise der Kraft- und Schmierstoffe (+2 Prozent; Normalbenzin +3 Prozent, Superbenzin und Diesel jeweils +2 Prozent). Flugtickets hingegen verbilligten sich um 3 Prozent. Bei "Restaurants und Hotels" (+1,1 Prozent) gab es Preisanstiege hauptsächlich bei Beherbergungsdienstleistungen (+3,7 Prozent, Übernachtung im Ausland/Appartement +11 Prozent, Hotelzimmer mit Frühstück 4*5* + 5 Prozent). Hier dürften sich laut Statistik Austria unter anderem die Winterurlaubs-Hochsaisonpreise niedergeschlagen haben. Wegen der im Feber noch andauernden Schlussverkäufe gab es in der Hauptgruppe "Bekleidung und Schuhe" Preissenkungen von 0,9 Prozent (Herrenjacke -7 Prozent, Damenpullover -3 Prozent).

(apa/red)

28.2.2006 10:39