Freitag, 3. März 2006

6 Top-Spiele bis 26. März: Mit 276. Derby beginnt für Austria "Monat der Wahrheit"

  • Trainer Schinkels verändert gegen Rapid System
  • Stürmer Wallner mit Magen-Darm-Grippe fraglich

Mit dem 276. Wiener Derby gegen Rapid im Happel-Stadion beginnt für Austria Magna heute der "Monat der Wahrheit". Bis zum 26. März stehen dem Spitzenreiter der T-Mobile-Bundesliga fünf Top-Spiele gegen jene vier Vereine ins Fußball-Haus, die in der Tabelle derzeit die Ränge zwei bis fünf einnehmen. "Dann werden wir sehen, ob wir im Titelkampf noch dabei sind oder nicht", sagte der violette Sportdirektor Peter Stöger vor dem Lokalschlager. Auf networl.at sind Sie am Sonntag beim Wiener Derby ab 15.30 Uhr live dabei!

Er und sein Trainer haben in der laufenden Saison zwar noch kein Duell (1:3/Hanappi-, 0:2/Horr-Stadion) mit dem Erzrivalen gewonnen, davor aber zweimal in der Happel-Arena (1:0 bzw. 3:1/ÖFB-Cup-Finale) Grünweiß besiegt. Doch nicht nur der "neutrale Boden" ist für Stöger ein gutes Omen. "Vielleicht sind wir auch auf Grund der Situation in der Tabelle Favorit", sagte er, ohne aber aber zu vergessen, dass vermeintliche Favoriten in der Derby-Geschichte schon oft gestorben sind.

Hoffen auf Ende der "Didulica-Lawaree"-Affäre
Diese Tatsache erlebten die Veilchen in dieser Titeljagd ja schon zweimal. "Im ersten Derby war Rapid klar besser, das zweite hatte nicht viel mit Fußball zu tun, da waren wir konfus und die Gegner hatten die besseren Nerven", erinnerte sich Frenkie Schinkels an die unschönen, von massivem Polizei-Einsatz begleiteten Nachwehen der leidigen "Didulica-Lawaree"-Affäre am Verteilerkreis. Ein Shakehands unter den Beteiligten hat es leider bis heute nicht gegeben.

"Joey täte nichts lieber, als die Sache aus der Welt zu schaffen, der ganze Verein hat für eine Versöhnung alles probiert", bedauert der Austria-Trainer, der so wie Klubmanager Markus Kraetschmer hofft, dass das Derby in geregelten Bahnen abläuft. "Bisher war alles ruhig, wir haben diesmal nichts von vorbereiteten Aktionen gehört", meinte der Polster-Nachfolger, der sich ebenso wie Schinkels auf den Schlager der 25. Runde freut.

Wallner wegen Magen-Darm-Grippe fraglich
Doch Schinkels gibt sich ob des Ausganges vorsichtig. "Es wird genauso schwer wie zuletzt gegen Sturm Graz, der Unterschied wird diesmal nur die Zuschauer-Kulisse mit 20.000 bis 25.000 sein." Im Gegensatz zu den ersten zwei Spielen (2:0 in Innsbruck, 0:0 gegen Sturm) dieses Jahres wartet der Trainer mit seiner Aufstellung ab. Auch deshalb, weil er sein System "ein bisschen ändern" wird. Ernst Dospel fehlt wegen seines Becken-Problems weiter, Roman Wallner musste das Training wegen einer Magen-Darm-Grippe abbrechen und ist fraglich.

Die Kritiken an seinem nur auf dem Papier existierenden Ein-Mann-Sturm kann Schinkels nicht nachvollziehen und begegnet ihnen daher mit einer etwas zynischen Ankündigung: "Diesmal spielen wir 4-1-5." Und auf die Tatsache, dass zuletzt zweimal kein Österreicher in der Startformation gestanden war, konterte er: "Ich werde ja nicht von Herrn Stickler oder Herrn Hickersberger bezahlt." Dass Angreifer Roland Linz nicht erste Austria-Wahl ist, sehe er tagtäglich im Training. "Da ist Sigurd Rushfeldt derzeit einen Schritt vorne," meint Schinkels. (apa/red)

3.3.2006 13:47