Mittwoch, 1. März 2006

"Will endlich wieder ein Rennen gewinnen": Rene Haselbacher hat aus Fehlern gelernt

  • Burgenländer im Vorjahr nicht für Tour nominiert
  • "Bin motiviert, zu zeigen, dass ich es noch kann"

Rene Haselbacher hat seinen Ruf als Sturzpilot zwar abgelegt, auf einen Sieg wartet der Burgenländer aber seit September 2003, als er die Schlussetappe der Rheinland-Pfalz-Rundfahrt gewonnen hatte. "Ich will endlich wieder einmal ein Rennen gewinnen", verriet der 29-jährige Radprofi, der am Wochenende ebenso wie sein Kärntner Gerolsteiner-Teamkollege Peter Wrolich das Criterium International in Frankreich in Angriff nimmt.

Während Wrolich beim zweitägigen Etappenrennen sogar zum erweiterten Favoritenkreis zählt, litt Haselbacher zuletzt an den Folgen eines verpatzten Tirreno-Adriatico, der ihm eine leichte Verkühlung beschert hatte. "Ich bin heuer aber noch einmal motiviert, zu zeigen, dass ich es noch kann", betonte der Allrounder, dessen Gerolsteiner-Vertrag wie jener seines Landsmannes Georg Totschnig mit Saisonende ausläuft.

Im vergangenen Jahr war Haselbacher trotz starker Vorstellung bei der Tour de Suisse nicht für die Tour de France nominiert worden. "Ich habe fix mit meinem Start gerechnet und mich gezielt vorbereitet. Dadurch war die gesamte Saison verpfuscht", erinnerte sich der Wahl-Wiener.

Diesen Fehler will Haselbacher nicht noch einmal machen, wenngleich die Teilnahme an der Frankreich-Rundfahrt auch 2006 ein großes Ziel ist. "Ich habe aus der Situation sicherlich gelernt", meinte der Routinier. Die Dichte an der Spitze wird allerdings immer größer. Die Konkurrenz schläft nicht - vor allem nicht im eigenen Team. "Das wird mit jedem Jahr stärker." (apa/red)

1.3.2006 10:34