USA und Großbritannien planen Irak-Abzug bis 2007: Präsenz als Hindernis für Frieden?
- Britische Regierung drängt auf baldigen Rückzug
- Ausbruch eines Bürgerkrieges würde Pläne stoppen
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Die USA und Großbritannien wollen Zeitungen zufolge ihre Soldaten im Irak bis zum Frühjahr 2007 abziehen. Die Londoner Blätter "Sunday Telegraph" und "Sunday Mirror" beriefen sich in ihren Berichten auf hochrangige Mitarbeiter des britischen Verteidigungsministeriums.
Die Regierung Großbritanniens und der USA hätten akzeptiert, dass die ausländischen Truppen mittlerweile ein Hindernis für die Sicherung des Friedens in dem Golfstaat seien, hieß es im "Telegraph". Auch die 22 verbündeten Länder würden dem Abzug wegen der international geringen Popularität des Krieges wahrscheinlich zustimmen. Allerdings würde wohl ein Ausbruch eines Bürgerkrieges im Irak die Pläne stoppen. Treibende Kraft hinter dem Abzugsplan ist demnach die britische Regierung.
Amtsträger der USA und des Irak hatten mehrmals den Abzug der ausländischen Truppen angekündigt, sobald die einheimischen Sicherheitskräfte die Ordnung in dem Land selbst garantieren könnten. Dazu wurden mehr als 200.000 Iraker ausgebildet. Die von den USA geführte Allianz hat zur Zeit etwa 160.000 Soldaten in dem Golfstaat.
Sie kämpfen vor allem gegen Aufständische, die zahlreiche Anschläge verübt haben. Zudem haben in den vergangenen zwei Wochen die gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Schiiten und Sunniten drastisch zugenommen.(apa/red)
