Yassir Arafat darf nicht in Frieden ruhen: Abbas weiterhin von Giftmord überzeugt
- "Wir haben keine Beweise, die Akte bleibt also offen"
- Fragen zur Rolle Israels, aber keine Anschuldigungen
Die palästinensische Führung hegt nach den Worten von Präsident Mahmoud Abbas nach wie vor den Verdacht, dass der 2004 verstorbene Präsident Yasser Arafat vergiftet wurde. "Wir haben den Verdacht, dass Arafat einem Giftmord zu Opfer fiel. Aber wir haben keine Beweise. Also habe ich gesagt, die Akte bleibt offen, bis wir die Wahrheit wissen", sagte Abbas der in London erscheinenden arabischen Zeitung "Al-Hayat". Es gebe zwar Fragen zur Rolle Israels, er werde aber ohne Beweise keine Anschuldigungen äußern.
Arafat war im November 2004 im Alter von 75 Jahren in einem Krankenhaus bei Paris gestorben. Die französischen Ärzte teilten nach den Angaben von Abbas zwar mit, kein ihnen bekanntes Gift im Blut des früheren Präsidenten gefunden zu haben. "Es gibt also Gifte, die sie nicht kennen", sagte Abbas.
(apa)
