Streit um Atomprogramm: Iran macht USA für gescheiterte Gespräche verantwortlich
- Teheran will erneut mit EU-Vermittlern verhandeln
- PLUS: Die zentralen Streitpunkte mit dem Iran!
Der iranische Atom-Unterhändler Ali Larijani hat den USA die Schuld an der ergebnislosen Kompromisssuche mit Russland gegeben. Das Beharren der USA auf einer Behandlung des Atomkonflikts im UNO-Sicherheitsrat schaffe Hindernisse für den Moskauer Vorschlag, Uran auf russischem Gebiet anzureichern. Russland und der Iran hatten am Vortag in der russischen Hauptstadt verhandelt.
Fortschritte habe es bei der russischen Forderung gegeben, dass der Iran sich wieder an den aufgekündigten Stopp der eigenen Urananreicherung halten solle. "Es braucht aber Zeit, damit diese Frage reift", sagte Larijani.
Die iranische Regierung will zudem erneut mit den EU-Vermittlern zu Gesprächen über ihr Atomprogramm zusammenkommen. Larijani erklärte, Verhandlungen mit Deutschland, Großbritannien und Frankreich sollten vor der nächsten Sitzung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) stattfinden.
Ein Termin für die nächsten Gespräche mit Russland über dessen Angebot zur Urananreicherung stehe noch nicht fest, sagte Larijani. Eine dritte Runde iranisch-russischer Verhandlungen hatte keinen Durchbruch gebracht. Streitpunkt ist offenbar weiter die Forderung Russlands, der Iran müsse seine Urananreicherung aussetzen. Teheran wies dies erneut zurück.
(apa/red)
