Welche Rolle spielte deutscher BND im Irak- krieg? Geheimdienst schwer in Bedrängnis
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- Pentagon widerspricht: "Kein Beleg für Angaben"
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Das US-Verteidigungsministerium hat einem Bericht der "New York Times" über die Hilfe deutscher Geheimagenten beim Irak-Krieg widersprochen. "Ich kenne keinen Beleg, der die Behauptung stützt", sagte Pentagon-Sprecher Bryan Whitman.
Whitman bezog sich auf die Angaben der US-Zeitung, wonach in einem geheimen Papier des US-Militärs davon die Rede sei, dass deutsche Geheimagenten dem US-Militärgeheimdienst DIA militärische Verteidigungspläne der irakischen Führung verraten hätten. In dem Geheimpapier heißt es laut "NYT", dass durch die von deutscher Seite gelieferten Informationen das US-Militär einen außergewöhnlichen Einblick in die Planungen der irakischen Seite erhalten habe. Dazu hätten auch Informationen gehört, wo und wie Saddam Hussein seine loyalsten Soldaten in Stellung bringen wollte.
US-Verteidigungsvertreter bestätigten, dass es zwar ein Geheimpapier für den Vereinigten US-Generalstab zum Irak-Krieg über irakische Verteidigungspläne gegeben habe. Es gebe darin aber keine Angaben zur Rolle deutscher Geheimdienste. "Der Vorwurf, dass der deutsche Geheimdienst Informationen über Saddams Kriegspläne an die Amerikaner geliefert hat, ist in dem Bericht nicht enthalten", sagte ein Pentagonvertreter, der anonym bleiben wollte.
Zuvor hatte Pentagon-Sprecher Greg Hicks gesagt, er könne "nichts über die Gültigkeit dieser (Zeitungs-)Informationen sagen". Der deutsche Regierungssprecher Ulrich Wilhelm bezeichnete in Berlin den Bericht als "falsch"; ein weiteres Dementi kam vom deutschen Bundesnachrichtendienst (BND).
(apa/red)
