Umweltalarm auf der Donau: 30 km lange
Ölspur zieht sich von Sarmingstein bis Melk!
- Donau von Ybbs-Persenbeug bis nach Melk gesperrt
- Ursache woll undichte Behälter in Schottergrube

"Ölalarm" hat es am Freitag auf der Donau gegeben. Von Sarmingstein bis nach Melk in Niederösterreich war auf 30 Kilometern Schmierstoff ausgelaufen. Ausgangspunkt dürfte eine Schottergrube im Raum Grein gewesen sein, wo undichte Behälter die Flüssigkeit verloren hatten.
Ausgangspunkt der Verunreinigung dürfte eine Schottergrube im Raum Grein gewesen sein. Undichte Behälter dürften dort Öl verloren haben, das anschließend in die Donau mündete. Dies sei das "vorläufige Endergebnis" der Erhebungen der Umweltgruppe des Landeskriminalamtes Niederösterreich, berichtete Oberst Franz Polzer.
Nach Bekanntwerden wurde in Melk eine Ölsperre errichtet, um die Flüssigkeit "an einem Punkt" abzufangen und in Folge abzusaugen. Für die Schifffahrt gesperrt war die Donau vom Kraftwerk Ybbs-Persenbeug bis nach Melk, auch alle Zubringer wurden geschlossen. "Dies ist eine Sicherheitsmaßnahme, um Öl durch etwaige Wellen von Schiffen nicht verlaufen zu lassen", so die Bezirkshauptmannschaft Melk gegenüber der APA. Die Aufräumarbeiten dauerten zumindest bis in die frühen Abendstunden des Freitag.
Genau Angaben zu etwaigen Umweltschäden waren hingegen nicht möglich. "Wir haben die Lage aber im Griff", erklärte die Bezirkshauptmannschaft. Auch die tschechischen Behörden berichteten von ausgelaufenem Öl. Auf der Elbe trieb die Flüssigkeit auf etwa 15 Kilometern Länge in Richtung Sachsen. Woher das Öl stammt, war vorerst nicht bekannt.
(apa)
