Freitag, 24. Februar 2006

Konsument: Licht-Schutz-Angaben in Tages-cremen halten oft nicht, was sie versprechen

  • Falsche Angaben bei 2 Produkten mit Schutzfaktor 15
  • Zu allgemein: Viele definieren UV-Faktor nicht genau

Viele Cremen für die tägliche Gesichtspflege enthalten heute bereits Lichtschutz. Das soll einer durch UV-Strahlen verursachten vorzeitigen Hautalterung vorbeugen. Labortests von sieben solcher Produkte haben jetzt gezeigt, dass sie die Erwartungen nicht immer erfüllen können.

Bei fünf von sieben vom Magazin "Konsument" überprüften Tagescremen wurde allgemein auf einen eingebauten Lichtschutz hingewiesen, ohne die Höhe des UV-Schutzfaktors zu definieren. Im Labor stellten die Konsumentenschützer dann sehr niedrige Faktoren zwischen 2 und 4 fest. "Es handelt sich also lediglich um einen Basisschutz, der vor allem im Sommer oder im Urlaub im Süden eine gute Sonnenmilch oder -creme nicht ersetzen kann", lautete das Expertenurteil.

Versprochen - nicht gehalten
Zwei Produkte stellten auf der Verpackung den vergleichsweise hohen Schutzfaktor 15 in Aussicht - und konnten das Versprochene prompt nicht einhalten: Laut den Laborergebnissen verfügt RoC Hydra+ stattdessen nur über Faktor 6. Bei Oil of Olaz Complete wurde der Faktor 11 gemessen, dieses Produkt erreichte aber immerhin den Bestwert, was die Versorgung der Haut mit Feuchtigkeit angeht.

Sehr gute Hautverträglichkeit
Allen sieben Cremen wurde von den Testern "sehr gute" Hautverträglichkeit bescheinigt. Als "preiswert und gut" Feuchtigkeit spendende Tagescremen hoben die Konsumentenschützer dm/Balea Face für Damen und Nivea For Men Gesichtspflege hervor.
(apa/red)


24.2.2006 09:12