One '05 mit Kundenplus & Gewinnrückgang: Mobilfunker ist noch an tele.ring interessiert
- Betreiber peilt 1,9 Mio. Kunden bis Ende 2006 an
- "Roaming-Pläne der EU-Kommission nicht sinnvoll"

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EU-Kommission legte nun neue Einwände vor
Der drittgrößte österreichische Mobilfunkanbieter One hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2005 den intensiven Wettbewerb zu spüren bekommen und bei einer Umsatzstagnation einen Gewinnrückgang von 27 Prozent verzeichnet. Die Zahl der Kunden stieg vor allem dank der im Vorjahr gelaunchten und über die Hofer-Lebensmittelmärkte vertriebenen Diskontmarke Yesss! von 1,5 auf 1,8 Millionen, berichtete One-Chef Jorgen Bang-Jensen.
Sollte die EU-Kommission die Übernahme von tele.ring durch T-Mobile nicht genehmigen und sollte tele.ring neuerlich zum Verkauf stehen, will One "die neue Situation mit den Gesellschaftern diskutieren": "Wir haben eine Strategie für One ohne tele.ring aufgesetzt, die Zweimarkenstrategie mit Yesss! funktioniert sehr gut. Wenn die EU nein zu tele.ring/T-Mobile sagt, werden wir neue Möglichkeiten überlegen", sagte Bang-Jensen. One begrüße zwar die Netzwerkkonsolidierung durch den geplanten Zusammenschluss, zumal fünf Mobilfunknetze für Österreich zu viel seien, so Bang-Jensen. Die Bedenken der EU-Kommission, dass es mit der Übernahme von tele.ring durch T-Mobile eine Marktkonzentration auf zwei große Betreiber geben werde, könne man nachvollziehen.
Bis Jahresende 1,9 Mio. User angepeilt
One will die Zahl der Kunden von 1,8 Millionen bis Ende 2006 auf 1,9 Millionen steigern, 2007 sollen es dann 2 Millionen werden, prognostizierte Bang-Jensen. Auf die 100-prozentige Diskonttochter Yesss! entfallen derzeit mehr als 200.000 der 1,8 Mio. Kunden. Der Umsatz von One stagnierte 2005 bei 627 Mio. Euro (Vorjahr: 626 Mio. Euro), der Preisverfall in der Sprachtelefonie wurde durch höhere Sprachumsätze und mehr Kunden kompensiert: "Die zweistelligen Wachstumsraten bei europäischen Mobilfunkbetreibern sind aber vorbei", sagte One-Chef Jorgen Bang-Jensen.
One kritisiert Roaming-Pläne der EU
Die Pläne der EU-Kommission, die Roaming-Gebühren im Mobilfunk abzusenken, hält Bang-Jensen nicht für sinnvoll. Dadurch würden künftig kleinere Betreiber wie One benachteiligt, die derzeit damit punkten könnten, Business-Kunden besonders günstige Roaminggebühren anzubieten. Mit einer generellen Roamingtarifsenkung würde diese Möglichkeit für kleinere Betreiber wegfallen. (APA/red)
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