Mittwoch, 22. Februar 2006

Häufiges SMS-Tippen schadet dem Daumen:
Entzündung & psychische Probleme möglich

  • Plus 83 Prozent bei Sehnenscheidenentzündungen
  • Teil der Kurzmitteilungs-Sender neigt sogar zur Sucht

Das Tippen von SMS kann nicht nur ganz schön teuer kommen, sondern auch zu schmerzhaften Entzündungen führen. Demnach ist in Großbritannien in den vergangenen fünf Jahren die Anzahl der an Sehnenscheidenentzündung erkrankten Handy-User um ganze 83 Prozent gestiegen. Psychologen befürchten auch psychische Probleme, die mit dem Schreiben von SMS einhergehen könnten. Ein Teil der Kurzmitteilungs-Versender soll sogar zur Sucht neigen.

Laut einer Studie des britischen Mobil-Funkanbieters Virgin Mobiles steigert das Tippen von Handy-Kurznachrichten die Wahrscheinlichkeit an einer Sehnenscheidenentzündung zu erkranken, berichtet die Netzeitung. Rund 3,8 Millionen Krankheitsfälle in Großbritannien in den letzten fünf Jahren führen die Forscher auf eine Überbeanspruchung des Daumens durch das Schreiben von Texten auf Handy-Tastaturen zurück.

Psychische Probleme?
Doch die schmerzhafte Entzündung sei nicht die einzige Nebenwirkung von übermäßigem Gebrauch von SMS. Vielmehr befürchteten Psychologen zunehmend auch psychische Störungen, die vom SMS-Schreiben hervorgerufen würden. Die Kurznachricht ersetze immer häufiger direkte Gespräche und Telefonate, hieß es. Einige der Untersuchten neigten gar zur Sucht.

10 Prozent tippen mehr als 100 SMS pro Tag
Insgesamt senden Handy-Nutzer täglich 93,5 Millionen Kurznachrichten über das britische Funknetz, so die Netzeitung. Im Schnitt tippen 12 Prozent der Handynutzer dabei täglich mehr als 20 SMS, bei 10 Prozent der Kunden solle der Tagesdurchschnitt sogar bei bis zu 100 Mitteilungen liegen, teilte Virgin Mobiles mit. (red)

22.2.2006 09:55