Kein Preisrückgang bei LCD-Fernsehern: Neue TV-Geräte werden vorerst nicht billiger
- Nachfrage übersteigt Produktion von LCD-Screens
- Absatz von 36 Millionen Geräten für 2006 erwartet

·Zeit noch nicht reif für Großbildfernseher?
Plasma- & LCD-Screens: Durchschnittliche Bilder
·Neue Flachbild-TVs haben die Nase vorn
Erstmals mehr Flats als Röhrengeräte verkauft
·Verkauf von Flach- bildschirmen boomt
Trend bereits in 15 Ländern Europas merkbar
Vor einem Jahr sind die Preise für Fernsehgeräte mit Flachbildschirm kräftig gesunken. Inzwischen aber können die Verbraucher kaum noch mit weiteren Preisrückgängen rechnen, weil die Nachfrage die Produktion von LCD-Bildschirmen weiter übersteigt. Nachdem im vergangenen Jahr weltweit 20 Millionen LCD-Fernseher verkauft wurden, wird in diesem Jahr ein Absatz von 36 Millionen Geräten erwartet.
In der ersten Hälfte des vergangenen Jahres seien die Preise für LCD-Fernseher um durchschnittlich 15 Prozent gesunken, sagt der Europachef des japanischen Herstellers Sharp, Hans Kleis. Danach aber hätten sie sich auf dem ermäßigten Niveau stabilisiert, was zurzeit weiter andauere. Lediglich bei Plasma-Fernsehern mit einer Bildschirmdiagonale von 1,27 Metern sei zurzeit noch ein Preisrückgang festzustellen.
Auch die Plasma-Technik habe ihre Zukunft, sagt Kleis. Wegen des besseren Bildkontrasts und des geringeren Stromverbrauchs sei für Privathaushalte aber die LCD-Technik vorteilhafter. Bei einem LCD-Panel werden Farben und Helligkeitswerte von der Ausrichtung der Flüssigkristalle in den Pixel-Zellen bestimmt. Die Plasma-Technik nutzt hingegen unterschiedliche chemische Leuchtstoffe und deren elektrische Entladung. Sharp ist Weltmarktführer bei LCD-Fernsehern, während die Plasma-Technik von dem japanischen Unternehmen Matsushita mit der Marke Panasonic dominiert wird. (APA/red)
