Wie erwartet: Alfred Ötsch übernimmt
AUA-Vorstandsvorsitz von Vagn Sörensen
- Mit breiter Zustimmung im Aufsichtsrat gewählt
- Sörensen: "Manager mit internationalem Format"

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Der Aufsichtsrat der Austrian Airlines AG (AUA) hat wie erwartet Alfred Ötsch (52) zum Nachfolger von Vagn Sörensen als Vorstandsvorsitzenden bestellt. Ötsch wird mit 1. April als Mitglied des Vorstandes in das Unternehmen eintreten und mit 1. Mai 2006 den Vorstandsvorsitz übernehmen, teilt die Austrian Airlines mit.
Der Vorschlag, den bisherigen Siemens-Manager Ötsch - der seit 2001 dem AUA-Aufsichtsrat angehört - zum Vorstandsvorsitzenden der börsenotierten Austrian Airlines-Luftfahrtgruppe zu bestellen, sei im Aufsichtsrat "auf breite Zustimmung" gestoßen, teilte Aufsichtsratspräsident Rainer Wieltsch am Dienstag mit. Der AR-Chef zeigte sich erfreut, "dass wir mit ihm einen Mann gewinnen konnten, der zusätzlich zu seiner weitreichenden Berufserfahrung und Finanz- Expertise über solide Kontakte in der österreichischen Wirtschaft und hohe Integrationskraft verfügt".
Auch der bisherige AUA-Chef Vagn Sörensen, der auf eine Verlängerung seines bis Ende September laufenden Vertrags verzichtet, zeigte sich von seinem Nachbesetzung angetan: Mit Ötsch sei "ein Manager mit internationalem Format und Erfahrung" gefunden worden. Es handelt sich "mit Sicherheit um einen der interessantesten und herausforderndsten Jobs in der österreichischen Wirtschaft".
Ötsch: "AUA muss rot-weiß-rot bleiben"
Ötsch, spricht sich für eine rot-weiß-rote Zukunft der finanziell angeschlagenen AUA aus. "Es ist wichtig, dass wir die österreichische Mehrheit absichern und dass österreichische Interessen verfolgt werden", sagte Ötsch im ORF-Mittagsjournal. "Es geht darum, die Strategie selbst zu bestimmen und nicht von außen bestimmt zu werden - von einem anderen Eigentümer, der eine andere Strategie und eine andere Agenda hat", sagte Ötsch.
Ötsch will den vom bisherigen AUA-Management eingeschlagenen Weg fortsetzen. Die Erfüllung des Budgets 2006 sei "anspruchsvoll genug". Wegen der hohen Kerosinpreise habe die AUA im Jahr 2005 "eine gewissen Delle" erlitten. Dieser "Sondereffekt" ändere aber nichts an dem positivem eingeschlagenen Weg, so Ötsch.
Die AUA wird nächste Woche ihre Bilanz für das Jahr 2005 präsentieren. Früheren Angaben zufolge wird ein Verlust beim bereinigten EBIT von etwa 60 Mio. Euro erwartet. Für 2006 stellte Sörensen von ein ausgeglichenes bereinigtes EBIT in Aussicht.
Ötsch will die Wachstumsstrategie der AUA fortsetzen, namentlich die starke Stellung in Mittel- und Osteuropa und die Langstrecken im Fernostverkehr. Mit einem Ausbau des Potenzials des Drehkreuzes Wien soll der Wirtschaftsstandort Österreich gestärkt werden.
Ötsch wird ein "vergleichbares Gehalt" beziehen wie sein Vorgänger Vagn Sörensen - für 2004 waren es 735.000 Euro. Die Hälfte davon entfällt auf "variable Gehaltsbestandteile". Ötsch: "Wenn die AUA Erfolg hat, dann geht's mir auch gut. Wenn nicht, dann ist es für alle unangenehm".
(apa/red)

