23.2.2006 13:36

1. Hickersberger-Kader ohne Überraschung:
Zwei Legionäre und ein Debütant mit dabei!

  • Macho fällt aus: Unterarmbruch gegen Mainz 05
  • GAK-Spieler Junuzovic gibt sein Nationalteam-Debüt
    PLUS: Der 18-Mann-Kader zum DURCHKLICKEN!

Das erste Länderspiel des Jahres und das erste in der zweiten Ära unter Josef Hickersberger wirft seine Fußball-Schatten voraus. Der ÖFB-Teamchef nominierte seinen 18-köpfigen Kader für das erste, am kommenden Mittwoch in Wien stattfindende Treffen mit Kanada. Gegenüber dem Trainingslager Ende Jänner/Anfang Februar in Dubai sticht ein Merkmal gleich ins Auge: Diesmal sind Legionäre mit von der Partie. Jürgen Macho (1. FC Kaiserslautern) wurde zwar einberufen, musste aber verletzungsbedingt absagen. Beim Bundesligaspiel gegen Mainz 05 zog er sich einen Unterarmbruch zu.

Hickersberger berief Emanuel Pogatetz (FC Middlesbrough) und Paul Scharner (Wigan Athletic) ein. Ein vierter "Ausländer", Martin Stranzl (VfB Stuttgart), musste mit einer Knieverletzung absagen. "Dieser Ausfall trifft uns, weil Stranzl auch gespielt hätte", gestand der Teamchef, der auf Andreas Ibertsberger (SC Freiburg) freiwillig verzichtet hat. "Er spielt am Mittwoch zu Hause gegen 1860 München, seine Einberufung ist daher nicht sinnvoll."

Von den 23 Aktiven, die die Reise an den Persischen Golf mitgemacht haben, sind 14 auch diesmal mit dabei. Dazu kamen die drei Legionäre und der Paschinger Yüksel Sariyar. Keine Berücksichtigung fanden u.a. Andreas Schranz, Toni Ehmann (beide GAK), Ronald Gercaliu (Salzburg), Jürgen Säumel (Sturm Graz) und Michael Mörz (SV Mattersburg). Schranz und Mörz stehen mit Martin Amerhauser (GAK) und Thomas Pichlmann (Pasching) auf Abruf bereit.

Dass Ehmann keine Berücksichtigung fand, begründe der ÖFB-Teamchef so: "Ich wäre mir nicht zu 100 Prozent sicher gewesen, ob er von Beginn an gespielt hätte, und auf die Ersatzbank wollte ich ihn nicht setzen. Mit seinen spezifischen Qualitäten wird er aber sicher wieder einberufen." Der "Frankfurter" Markus Weissenberger wurde deshalb nicht nominiert, weil dieser selten spielt. "Auf der offensiven Position haben wir mit Ivanschitz und Junuzovic zwei Mann zur Verfügung, die regelmäßig zum Einsatz kommen".

Dem "Japaner" Mario Haas (JEF United) wollte der 57-Jährige die Reisestrapazen für ein Länderspiel nicht antun. "Stehen zwei Spiele auf dem Programm, ist er aber sicher eine Überlegung, denn mit Spitzen sind wir nicht besonders gesegnet", meinte der Niederösterreicher. Hingegen ist Zlatko Junuzovic (GAK), der noch keinen A-Team-Einsatz hat, wie schon in Dubai auch diesmal dabei, das größte Kontingent stellt Meister Rapid mit fünf Akteuren.

Hickersberger über Neuling Juzunovic: "Er kann sehr gut Fußball spielen, ist eines der großen Talente und hat in den ersten vier, fünf Tagen in Dubai sein Können unter Beweis gestellt. Offensiv riskiert er viel auf eigene Faust, kann den entscheidenden Pass, ist im Dribbling stark und torgefährlich." Das grün-weiße Quintett hätte mit seiner Rapid-Vergangenheit nichts zu tun, versicherte Hickersberger, der am Samstag das Liga-Spiel zwischen GAK und Rapid mit sieben Teamspielern beiwohnen wird.

Im "Burgenland"-Länderspiel wird nach dem Ausscheiden von Macho wohl Helge Payer das ÖFB-Tor hüten. (apa)

23.2.2006 13:36
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