Donnerstag, 23. Februar 2006

Weiterhin große Ziele: Grabner will bei WM 2007 Revanche gegen die Schoch-Brüder!

  • "Derzeit habe ich mit dem Aufhören nichts am Hut"

Mit Olympia-Bronze im Parallel-Riesentorlauf hat Siegfried Grabner einen gewaltigen Motivationsschub für die Fortsetzung seiner tollen Karriere erhalten. "Ich hatte so viel Freude am Fahren, derzeit habe ich mit dem Aufhören überhaupt nichts am Hut", versicherte der 31-Jährige. Vor allem beim Gedanken an die WM 2007 in Arosa in der Schweiz juckt es Grabner schon jetzt: "Das wäre doch der passende Ort für eine Revanche gegen die Schoch-Brüder." Das Schweizer Brüder-Paar Philipp und Simon hatten vor Grabner Gold und Silber abgeräumt.

Grabner ist Kärntner, allerdings nicht allzu oft in seinem Heimat-Bundesland anzutreffen. Der dreifache Olympia-Teilnehmer hat Wohnsitze in Andorra und Südtirol, zudem treibt ihn die Produktion seiner eigenen "SG"-Boards sehr oft nach Japan. "Denn Japan ist der wichtigste Markt", weiß Grabner, der dennoch ein klares Liebesbekenntnis an Kärnten abgab: "Jedes Mal wenn ich nach Kärnten komme, fühle ich mich zu Hause. In meinem Herzen bin ich nach wie vor ein Kärntner."

Wie viel Spaß Grabner an seinem Olympia-Tag hatte, konnte man aus seinen Aussagen klar heraushören: "Jeder Lauf war ein Genuss. Ich bin diesmal mit dem Herz und nicht mit dem Hirn gefahren. Ich habe an keine Medaille gedacht. Ich habe nicht einmal daran gedacht, dass es ein Olympia-Rennen ist."

Vom "Feeling her" verglich Grabner Bardonecchia 2006 mit Kreischberg 2003. Damals hatte sich "Sigi" in Österreich zum Weltmeister im Parallel-Slalom gekrönt, im Finale gegen den Franzosen Mathieu Bozzetto. Jener Bozzetto, gegen den sich Grabner nun am Mittwoch auch im kleinen Olympia-Finale durchsetzte. (apa/red)

23.2.2006 10:13

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