Erfolgreichste Spiele aller Zeiten: ÖSV
stolz auf historisches Damen-"Wunderteam"
- Sechs alpine Damen-Medaillen neuer Rekord
- Mandl: "Dürfen mit Zuversicht in die Zukunft blicken"
·Wieder nur "Blech": Hosp im RTL Vierte!
US-Girl Mancuso siegt vor
Poutiainen und Ottosson
·BILDER: Mancuso holt Gold - Blech für Hosp
KLICKEN: Leider keine Medaille für Österreich
·Slalom: Pärson siegt vor Hosp und Schild!
ÖSV-Damen sorgen für Medaillen #18 und #19
·RENNBILDER: Mädels holen zwei Medaillen
KLICKEN: ÖSV-Damen nur von Pärson besiegt
Obwohl es zum Abschluss im Riesentorlauf nur Blech für Nicole Hosp gegeben hat, zogen die Alpinen Ski-Damen des ÖSV am Freitag hoch zufrieden einen Schlussstrich unter die Olympischen Winterspiele 2006. Zwei Mal Gold, zwei Mal Silber, zwei Mal Bronze - Damenchef Herbert Mandl und Alpinchef Hans Pum dürfen auf das erfolgreichste olympische ÖSV-Damen-Team aller Zeiten zurecht stolz sein.
"Wir sind sehr, sehr glücklich und stolz. Dass unsere Arrivierten noch einmal zugeschlagen haben, ist sehr schön. Und die Jungen haben in der Kombi und im Slalom super aufgezeigt. Und auch heute im Riesentorlauf waren wir nahe dran. Wir dürfen mit Zuversicht in die Zukunft blicken", warf Mandl im dichten Schneefall von Sestriere einen Blick zurück.
Das Quartett Michaela Dorfmeister (zwei Mal Gold), Marlies Schild (Silber, Bronze), Nicole Hosp (Silber) und Alexandra Meissnitzer (Bronze) durfte die Heimreise nach Österreich mit "Zusatzgepäck" antreten. Dabei hätte die Bilanz mit ein wenig Glück sogar noch weitaus besser ausfallen können, schließlich gab es durch Hosp (RTL), Kathrin Zettel (Kombi) und Renate Götschl (Abfahrt) gleich drei Mal Platz vier, sprich Blech. Hosp (Kombi) und Michaela Kirchgasser (Slalom) hatten auch noch zwei fünfte Plätze geholt, insgesamt gab es in 20 Olympia-Einsätzen 14 Platzierungen in den Top-Acht.
Mandl zieht aber auch u.a. für die medaillenlose 19-jährige Zettel eine positive Bilanz. "Sie hat einmal mehr bewiesen, dass sie extrem schnell ist. Leider hat sie es nicht ganz umsetzen können. Sie wird aber in Zukunft ganz sicher ihre Medaillen machen."
Auch Alpinchef Pum freute sich über die "Dorfi", aber mindestens genauso über Klasse und Nervenstärke der jungen Garde. "Vor zwei Jahren sind sie gekommen, letztes Jahr haben sie es bestätigt und heuer haben sie gezeigt, dass sie zur Weltspitze gehören. Erfolge und Erfahrungen bei einem Ereignis wie Olympia nimmt ihnen niemand mehr. Das alles ist sehr erfreulich und positiv."
Zum Karriereende der Doppel-Olympiasiegerin Dorfmeister meinte Mandl. "Das ist natürlich für die gesamte Mannschaft ein Wermutstropfen. Aber dieser Abschluss sei ihr vergönnt. So etwas schaffen nicht viele. Es ist der absolut perfekte Zeitpunkt." Götschl und Meissnitzer sollen nun als Zugpferde in der Abfahrt fungieren und die Youngsters langsam aber sicher an die absolute Spitze heranführen.
(apa)
