Iran startet neuen Dialog mit IAEO: Teheran
will über sein Atomprogramm informieren
- Inspektoren reisen am Wochenende in den Iran
- Unterhändler aus Russland und China erwartet
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Der Iran hat Diplomatenkreisen zufolge der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA bzw. IAEO) Informationen über ein bisher weitgehend unbekanntes Uran-Verarbeitungsprojekt angeboten. IAEA-Inspektoren werden an diesem Wochenende in den Iran reisen, um die Angaben zu überprüfen. Dabei geht es um Uran-Tetrafluorid, das als Zwischenprodukt entsteht, wenn Uranerz bei der Herstellung von Atombrennstoff in Gas verwandelt wird.
Das Projekt kam zum ersten Mal bei dem Treffen des IAEA-Gouverneursrats Anfang Februar zur Sprache. Es könnte von großer Bedeutung für den Bericht von IAEA-Chef Mohamed ElBaradei werden, der Anfang kommender Woche vorgelegt werden soll.
Jetzt werden Unterhändler aus Russland und China in Teheran erwartet. Sie sollten mit der iranischen Seite über einen Kompromiss im Atomstreit verhandeln. Der Westen wirft der Führung des islamischen Landes vor, heimlich an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten. Der Iran hat dies bestritten.
Der Iran macht nach Einschätzung von UNO-Diplomaten Fortschritte bei der Anreicherung von Uran. Die IAEA werde in ihrem für kommende Woche erwarteten Bericht bestätigen, dass der Iran mittlerweile zehn Zentrifugen zur Urananreicherung betreibe, sagten Diplomaten. In den Zentrifugen läuft der entscheidende Schritt der Anreicherung ab; dort wird gasförmiges Uranhexafluorid in angereicherte Uran-Isotope umgewandelt.
(apa/red)
