Vogelgrippe "kostet" nicht nur Leben: 1.400
Kündigungen bei französischen Konzernen
- Exportfirma will zwei Wochen Zwangsurlaub einführen
- Grund: Nachfrage nach Produkten ist eingebrochen
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Der Rückgang der Geflügelnachfrage wegen der Vogelgrippe hat in Frankreich bereits zu Entlassungen geführt. Der Zuchtkonzern Gastronome Elevage kündigte 600 Zeitverträge, sein Konkurrent LDC reduzierte die Belegschaft um 800 Mitarbeiter. Die Exportfirma Tilly-Sabco will im März und April zwei Wochen Zwangsurlaub einführen. Die Auslandsnachfrage sei im Jahresvergleich um 30 bis 40 Prozent gefallen, heißt es. Vor allem aus dem Nahen und Mittleren Osten fehle die Nachfrage.
Frankreich ist der größte Geflügelexporteur Europas und liegt weltweit hinter Brasilien, den USA und Thailand auf Platz vier. Die 30 000 Betriebe produzieren jährlich rund 700 Millionen Stück Geflügel, davon 160 Millionen in Freilufthaltung. 40 Prozent werden exportiert. Einschließlich der Schlachthöfe sind 43.000 Menschen in der Branche tätig. Nach einer ersten Hilfe von elf Millionen Euro hat Paris am Freitag weitere 52 Millionen Euro zugesagt. Die Geflügelwirtschaft beziffert ihre Verluste auf 130 Millionen Euro, davon 13,9 Millionen für die Züchter.
Hunderttausende Inder verlieren Job
Der Ausbruch der Vogelgrippe in Indien hat zu erheblichen Verlusten bei der Geflügelindustrie geführt. Seit vergangener Woche habe die Branche landesweit Einbußen von 50 Milliarden Rupien (930 Millionen Euro) hinnehmen müssen, berichtete die Zeitung "The Hindu Business Line" am Sonntag. Ein Sprecher des Branchenverbands im nordindischen Unionsstaat Uttar Pradesh sagte, mehr als 60 Prozent der 2,5 Millionen Beschäftigten hätten dort ihre Arbeit verloren.
(apa/red)
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