Schwerer Kindesmissbrauch in Graz? Vier-monatiges Baby mit Hirnblutungen & Trauma
- Kind liegt nach Notoperation auf Intensivstation
- Eltern des Drogenmissbrauchs verdächtigt - verhaftet
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Ein Fall von Kindesmisshandlung ist in Graz bekannt geworden: Ein Grazer Paar steht nach Angaben der Polizei im Verdacht, sein vier Monate altes Baby über längere Zeit schwer misshandelt zu haben. Das kleine Kind wies ein Schütteltrauma und Hirnblutungen auf. Es musste nach einer Notoperation in der Intensivstation des LKH Graz aufgenommen werden. Die 29-jährigen Eltern sollen auch Suchtmittel konsumiert haben.
Die 29-jährige Mutter hatte das Baby am Donnerstag ins LKH Graz gebracht. Der vier Monate alte Bub wies ein Schütteltrauma und Hirnblutungen auf. "Die Mutter sagte, das Kind sei gestürzt", berichtete der Vorstand der Kinderchirurgie am LKH-Universitätsklinikum Graz, Michael Höllwarth, der APA. "Es war alles sehr auffällig", so Höllwarth. Die Angaben der Mutter passten nicht zusammen und das Kind hätte sich auffällig verhalten. "Deshalb sind weitere Untersuchungen durchgeführt worden." Dabei seien Blutungen unterschiedlichen Alters unter der harten Hirnhaut festgestellt worden.
Derzeit sei das Baby stabil, berichtete der Vorstand. "Langfristige Folgen sind noch nicht abzusehen." Bei wiederholten Traumen sei es aber sehr wahrscheinlich, dass erhebliche Schäden zurück blieben, erläuterte Höllwarth.
Das Baby muss nach einer am Freitag durchgeführten Notoperation in nächster Zeit noch einmal operiert werden. Der kleine Bub, der bereits nach seiner Geburt stationär wegen Drogenabhängigkeit im Krankenhaus behandelt worden war, hätte eine schwere Zeit gehabt. Die Verletzungen würden zeigen, dass er sehr gewaltsamen Situationen ausgesetzt gewesen sein musste, sagte Höllwarth.
Wie die Sicherheitsdirektion Steiermark mitteilte, wurden die jungen Eltern des Babys am Donnerstag festgenommen. Die beiden haben noch eine Tochter von sechs Jahren. Sie wurde vorübergehend bei einem Krisenpflegeplatz untergebracht. In nächster Zeit soll auch sie von den Ärzten untersucht werden.
(apa)
