Nach neuerlichen Schneefällen: Lawinen- gefahr in Tirols Bergen weiter erheblich
- Experten warnen vor Triebschneeansammlungen
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Mit Schneeschauern und Nebelschwaden zu Tagesbeginn hat am Sonntag in Tirol der Winter abermals ein Lebenszeichen von sich gegeben. Die allgemeine Lawinen-Gefahrenstufe im Land wurde von den Experten des Lawinenwarndienstes nach wie vor als "erheblich", Stufe drei auf der fünfteiligen Skala, eingestuft. Die Gefahr nehme dabei von Norden in Richtung Süden tendenziell zu.
Zu achten sei vor allem auf Triebschneeansammlungen, die sich vor einer Woche bzw. gerade erst gebildet haben. Letztere seien eher kleinräumig in Kammnähe anzutreffen. Triebschneesammlungen seien hingegen unregelmäßig im Gelände verteilt, wobei sich diese vermehrt in kammnahen Steilhängen sowie in sehr steilen Mulden und Rinnen der Expositionen West über Nord bis Südost finden.
Am Arlberg, im Außerfern, in den Nordalpen und den Kitzbüheler Alpen herrsche mäßige Lawinengefahr. In den übrigen Regionen Tirols sei sie meist höhenabhängig: Oberhalb von etwa 2.100 Metern sei die Gefahr als erheblich, darunter als mäßig einzustufen. Im südlichen Osttirol gelte allgemein Warnstufe drei. In den schneearmen Regionen sei eine Schneebrettauslösung im sehr steilen Gelände unverändert durch geringe Zusatzbelastung möglich. Günstiger sei dort die Situation auf viel begangenen Standardtouren, erklärten die Experten.
Lage in Südsteiermark entspannte sich
Nach dem Dauereinsatz der Feuerwehren in der Obersteiermark, die Straßen von umstürzenden Bäumen zu befreien, hat sich die Lage am Sonntag entspannt. Zu einem Zwischenfall kam es in Gamlitz (Bezirk Leibnitz): Hier ist in der Nacht auf Sonntag ein Familienhaus von einen umstürzenden Baum getroffen worden. Verletzt wurde niemand. In der Weststeiermark gab es am Sonntag wieder Strom.
"Das Haus ist neben einem Wald gestanden auf einem steilen Gebiet zwischen Gamlitz und Ehrenhausen", berichtete Friedrich Bartl, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Gamlitz der APA. Ein Baum in unmittelbarer Nähe des Einfamilienhauses hatte der Schneelast nicht mehr Stand gehalten. Er fiel auf das Gebäude und zertrümmerte einen Teil des Daches. In dem als Wochenendhaus genutzten Gebäude war niemand anwesend. Sonst hatte sich die Lage im Bezirk Leibnitz am Sonntag durch den abnehmenden Schneefall wieder beruhigt.
Nach dem flächendeckenden Stromausfall in der Weststeiermark am Samstag gab es am Sonntag nur noch vereinzelte Störungen - vorwiegend in Voitsberg und Arnfels, teilte der Konzernsprecher der Energie Steiermark Holding AG (EStAG), Urs Harnik, mit. "Die Truppe - rund 30 Mitarbeiter - stand die ganze Nacht mit Reparaturarbeiten im Einsatz", so der Sprecher.
(apa/red)
