FPÖ verweigert Regierungsverantwortung: Strache will es nicht unter dem Kanzler tun
- FPÖ-Chef: "Natürlich ein bißl ironisch überzeichnet"
- Oppositionsansage: Strache will in keine Koalition
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erreicht 10 %-Marke
SPÖ und ÖVP bei 38 %, Grüne 11 %, BZÖ 3 %
FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache will in keiner theoretischen Koalition als Vizekanzler agieren, sondern würde nur als Bundeskanzler Regierungsverantwortung übernehmen, wie er launig bei einer Wahlveranstaltung im Burgenland ankündigte. Dies sei "natürlich ein bißl ironisch überzeichnet", meinte Strache dann später im Fernsehen. Allerdings gebe es keine Partei in Österreich, die "bereit ist, eine Kehrtwende" beispielsweise in der Sicherheitspolitik einzuschlagen. Deswegen werde es keine Koalition der FPÖ nach den nächsten Wahlen geben.
Er sei auch dazu bereit, dies eidesstattlich zu erklären. "Wir werden die kantige und einzige ehrliche Oppositionspartei im Land sein". SPÖ und ÖVP hätten "beide die Interessen Österreichs permanent verraten" und in den Hinterzimmer werde ja schon die Große Koalition vorbereitet.
Auf die Aussage seines Vize Norbert Hofer angesprochen, der ein einheitliches Asylsystem in der EU verlangte und wie dies mit der Ablehnung der EU durch die FPÖ vereinbar sei, meinte Strache, dies sei kein Widerspruch. Es brauche geeignete Maßnahmen, damit "wir nicht das Problem des Asylmissbrauchs in Sonderzahl heute ertragen müssen". Die EU entwickle sich "am völlig falschen Dampfer. Wir wollen keinen Bundesstaat Europa, sondern ein föderales Europa der Vaterländer", so der FPÖ-Chef. (apa/red)
