Dienstag, 21. Februar 2006

Kein politisches Gepolter: Haider verzichtet heuer auf traditionelle Aschermittwoch-Rede

  • BZÖ überlässt Treffen "Oppositionsrabauken" der FPÖ
  • FPÖ-Chef Strache wird als Hauptredner auftreten

Zum ersten Mal seit 14 Jahren wird es heuer keine Aschermittwoch-Rede von Jörg Haider geben. Der BZÖ-Chef überlässt den politischen Auftritt an diesem Tag FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache, der als Hauptredner bei der Traditionsveranstaltung in Ried auftreten wird. Haider fungiert hingegen am Aschermittwoch als Beobachter des freunschaftlichen Fußballländerspiels Italien - Deutschland in Florenz.

Der "Politische Aschermittwoch" mit dem freiheitlichen Bundesparteiobmann als Hauptredner fand seit 1992 jedes Jahr in der oberösterreichischen Stadt statt. Bis 2002 war Haider der Hauptredner, 2003 folgte Herbert Haupt, 2004 und 2005 hielt Ursula Haubner das Referat. Haider hatte im Jahre 2003 seinen Auftritt am Aschermittwoch nach Treibach-Althofen in Kärnten verlegt. Während er in den Jahren zuvor stets mit deftigen Sprüchen in Erscheinung getreten war, hatte er zuletzt 2005 mit einer nur halbstündigen und zumeist humoristischen Ansprache aufgewartet.

Die Frage, warum man jetzt die Traditionsveranstaltung Strache und seiner FPÖ überlässt, beantwortete Haider-Sprecher Stefan Petzner am Dienstag gegenüber der APA so: "Wir sind keine Oppositionsrabauken, sondern tragen Verantwortung und setzen Lösungen um." Im Übrigen habe sich durch die Gründung des BZÖ im April vergangenen Jahres eine völlig neue Situation ergeben. "Das BZÖ überzeugt durch Arbeit und Leistung", konstatierte Petzner. (apa/red)

21.2.2006 10:44