Dienstag, 21. Februar 2006

Tödliche Massen: 77-jähriger Pensionist
im Waldviertel von Dachlawine erschlagen

  • 1,5 Kubikmeter Schnee und Eis stürtzten auf Mann
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Von einer Dachlawine wurde ein 77-jähriger Pensionist in Großpertholz (Bezirk Gmünd) getötet. Nach Angaben der Sicherheitsdirektion war der Mann auf dem Weg in den von außen zugänglichen Heizraum seines Wohnhauses, als plötzlich etwa 1,5 Kubikmeter Schnee und Eis vom Dach fielen.

Der Pensionist stürzte auf den Rücken und erlitt einen Wirbelsäulenbruch, Serienrippenbrüche sowie Beinfrakturen. Er wurde von seiner Ehefrau noch ansprechbar aufgefunden und nach der Erstversorgung durch den Gemeindearzt mit einem Notarzthubschrauber in das UKH Linz geflogen. Der 77-Jährige erlag seinen Verletzungen in den Nachmittagsstunden.

Weiterhin erhebliche Lawinengefahr in Salzburg
Im größten Teil des Bundeslandes Salzburg herrschte weiterhin erhebliche Lawinengefahr (Stufe 3) mit sehr unterschiedlichen Usachen. In Talnähe sind weiter Feuchtschneerutsche oder Grundlawinen zu erwarten. Die ungewöhnlich großen Schneemengen in tiefen Lagen führen immer noch zu einzelnen Rutschen an teils untypischen Stellen, teilte der Lawinenwarndienst mit. Die überwiegend erhebliche Gefährdung bleibt weiterhin bestehen.

Für den Wintersportler am kritischsten sind frische, labil gelagerte Einwehungen durch den Föhn in den Hochlagen. An Steilhängen kann bereits ein Einzelner ein Schneebrett auslösen.

(apa)

21.2.2006 09:55