Mittwoch, 15. Februar 2006

Hackerbande in Brasilien festgenommen:
Cyberdiebe verursachten Millionenschaden

  • Spionierten vertrauliche Daten mittels Trojanern aus
  • Anführer erst 19, fünf Festgenommene minderjährig

Die brasilianische Polizei hat 41 Hacker festgenommen, die über das Internet Millionensummen von fremden Bankkonten abgehoben haben sollen. Die Bande war vor allem in Campina Grande aktiv, rund 1.800 Kilometer nordöstlich von Rio de Janeiro. Die Täter seien in den vergangenen drei Monaten über so genannte Trojanische Pferde, über E-Mail versandte Viren, an Kontonummern und Passwörter von Computerbesitzern gelangt.

Damit seien sie in rund 200 Konten bei sechs Banken eingedrungen und hätten zehn Millionen Real (3,9 Millionen Euro) entwendet. Anführer der Bande sei ein 19-Jähriger, fünf der Festgenommenen sind Minderjährige. Nach 24 weiteren Verdächtigen wird noch gefahndet. Bei der Aktion waren rund 200 Polizisten im Einsatz. (APA/red)

15.2.2006 11:21