Langlauf-Teamsprint: Schweden holen das Double - Damen und Herren unschlagbar!
- Damen: Knapper Sieg vor Kanada und Finnland
- Herren siegen vor Norwegern und vor Russen
ÖSV-Herrendoppel Eder/Pinter im Halbfinale out
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Schweden hat am Dienstag bei der Olympia-Premiere des Team-Sprints beide Titel abgeräumt und damit lange Durststrecken im Langlauf beendet. Thobias Fredriksson/Björn Lind (erstes Gold seit Gunde Svan 1988) sowie Anna Dahlberg/Lina Andersson (erstes Damen-Gold seit 1968) setzten sich in den Finali mit je 0,6 Sekunden Vorsprung durch. Die Österreicher hatten sich die Finalteilnahme zum Ziel gesetzt, scheiterten aber klar und belegten den 16. Gesamtrang.
Für Johannes Eder und Jürgen Pinter war nach Platz neun im zweiten Halbfinale Endstation, 45,1 Sekunden fehlten auf den für den Aufstieg nötigen fünften Rang. Die WM-Elften von 2005 (Skating) sind vor allem an der ungeliebteren klassischen Technik gescheitert. "Wir verlieren schon im Flachen beim Schieben zu viel Zeit, in den Anstiegen ist es gar nicht so schlecht", meinte Cheftrainer Emil Hoch. "Im klassischen Stil sind wir einfach nicht so weit wie im Skating."
Eder hielt in der ersten von insgesamt drei Runden jedes Läufers mit der Spitzengruppe mit, doch Pinter verlor im Finish seines ersten 1,3-km-Umlaufs den Anschluss. "Ich hätte mir nicht gedacht, dass ich beim Schieben so weit hinten bin, die letzten Runden waren die Hölle", sagte der Kärntner Pinter, der mit 50,1 Sekunden Rückstand ins Ziel kam. Seine Affinität zu Italien kommt in den Namen seiner vor zwei Wochen geborenen Mädchen, Fiona und Chiara, zum Ausdruck, der erste Olympia-Einsatz im Piemont brachte ihm aber kein Glück.
Eder war bei seiner zweiten Runde bereits in einer schwierigen Position. "Um den Rückstand auf die Spitzengruppe aufzuholen, müsste ich die Klasse eines (Tor Arne) Hetland (Olympiasieger und Weltmeister, Anm.) haben", meinte der Salzburger. Beide sind aber als gute Skater gemeinsam mit dem noch nicht angereisten Roland Diethart Kandidaten auf den freien vierten Platz in der ÖSV-Staffel. Hoch: "Wir werden am Mittwoch oder Donnerstag nach einer Analyse entscheiden."
Fredriksson/Lind setzten sich vor den Norwegern Jens Arne Svartedal/Hetland sowie den Russen Wassili Rotschew/Iwan Alijpow durch, bei den Damen gingen Silber und Bronze an Sara Renner/Beckie Scott (CAN) und Aino Kaisa Sarinen/Virpi Kuitunen (FIN).
| Herren (6 x 1,3 Kilometer): | |||
| 1. | Thobias Fredriksson/Björn Lind | SWE | 17:02,9 Min. |
| 2. | Jens Arne Svartedal/Tor Arne Hetland | NOR | +0,6 Sek. |
| 3. | Iwan Alipow/Wassili Rotschew | RUS | +2,3 |
| 4. | Jens Filbrich/Andreas Schlütter | GER | +11,1 |
| 5. | Keijo Kurttila/Lauri Pyykonen | FIN | +18,6 |
| 6. | Nikolaj Tschebotko/Jewgenij Koschewoj | KAZ | +22,2 |
| 7. | Maciej Kreczmer/Janusz Krezelok | POL | +23,4 |
| 8. | Martin Bajcicak/Ivan Batory | SVK | +28,0 |
| 9. | Freddy Schwienbacher/Giorgio di Centa | ITA | +28,4 |
| 10. | Dusan Kozisek/Martin Koukal | CZE | +46,7 |
| weiter im Semifinale ausgeschieden: | |||
| 16. | Johannes Eder/Jürgen Pinter | AUT | 18:12,2 |
| Damen (6 x 1,1 Kilometer): | |||
| 1. | Anna Dahlberg/Lina Andersson | SWE | 16:36,9 Min. |
| 2. | Sara Renner/Beckie Scott | CAN | +0,6 |
| 3. | Aino Kaisa Saarinen/Virpi Kuitunen | FIN | +2,3 |
| 4. | Ella Gjomle/Marit Björgen | NOR | +11,2 |
| 5. | Evi Sachenbacher-Stehle/Viola Bauer | GER | +26,6 |
| 6. | Olga Moskalenko-Rotschewa/Alena Sidko | RUS | +31,6 |
| 7. | Arianna Follis/Gabriella Paruzzi | ITA | +47,9 |
| 8. | Madoka Natsumi/Nobuko Fukuda | JPN | +50,7 |
| 9. | Oxana Jatskaja/Jelena Kolomina | KAZ | +1:05,9 |
| 10. | Wendy Kay Wagner/Kikkan Randall | USA | +1:28,0 |
Keine Österreicherinnen am Start.
(apa/red)
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