SILBER FÜR HERMANN MAIER: Herminator rettet Österreich vor Debakel im Super G!
- Sensation: Gold für Aamodt, Hoffmann holt Bronze
- Raich, Gruber und Reichelt enttäuschend schwach
·BILDER: Aamodt rast zu Gold im Super G!
Maier holt sich Silberne. PLUS: Abbruchrennen!
·GRATULIEREN: Triple-
Sieg im Herren-Slalom
Benni Raich siegt vor Herbst und Schönfelder!
·"Nicht gut gefahren, habe Gold verloren"
REAKTIONEN: Hermann Maier & Co. zum Super-G
·PORTRÄT: Mit zwei Medaillen nach Hause
Hermann Maier aber nicht
so erfolgreich wie 1998
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Nur Deutschland und die USA waren erfolgreicher
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"Der Elch" hat es allen gezeigt. Der Norweger Kjetil Andre Aamodt gewann den Super G in Sestriere und feierte seinen vierten Olympiasieg in seiner beispiellosen Karriere. Hermann Maier landete 13/100 Sekunden dahinter an zweiter Stelle, Silber ist die dritte Olympiamedaille für den Salzburger nach den zwei Goldenen in Nagano 1998. Bronze ging an den Schweizer Ambrosi Hoffmann (+0,33), die weiteren drei Österreicher enttäuschten.
Für Aamodt, der in der Abfahrt als Vierter knapp an einer Medaille vorbeifuhr, war es die 20. Medaille seiner Karriere, die achte bei Olympischen Spielen, zwölfmal war er bereits bei Weltmeisterschaften auf dem Podest gestanden. "Es ist ein unglaubliches Gefühl, hier zu gewinnen. Ich bin die Kombination nicht gefahren, vielleicht war das Glück. Wenn man hart arbeitet, kommt immer etwas zurück. Bei Großereignissen ist es immer sehr gut für mich gelaufen", sagte der 34-jährige Aamodt, der sich am Sonntag in der Spezialabfahrt am Knie verletzt hatte und die Titelverteidigung in der Kombination nicht in Angriff nehmen konnte.
Maier: "Habe Gold verloren"
Maier hingegen verpasste es knapp, in der Statistik der erfolgreichsten österreichischen Olympioniken aller Zeiten zu Toni Sailer aufzuschließen, der 1956 aus Cortina d'Ampezzo dreimal Gold mit nach Hause genommen hatte. Der Flachauer Maier sprach davon, Gold verloren zu haben. "Es ging besser als am Sonntag. Es war nicht schlecht, aber ich habe Gold verloren. Ich bin wirklich nicht gut gefahren. Oben war die Piste sehr unruhig, in der Mitte war es so langsam, da hätte ich Zeitung lesen können. Ich bin erst unten in Schwung gekommen, da bin ich ins Rennen hineingekommen. Es wäre mehr möglich gewesen, ich bin aber mit Silber nicht unzufrieden."
Restliches ÖSV-Team enttäuschte
Zweitbester Österreicher war Hannes Reichelt als Zehnter: "Mein Ziel habe ich nicht erreicht. Im oberen Teil habe ich schon ein wenig meine Linie verfehlt. Dass man unten noch ordentlich aufholen kann, hat der Hermann gezeigt. Leider ist mir das nicht gelungen." Christoph Gruber landete nur an der 19. Stelle und meinte: "Ich habe eigentlich eine gute Fahrt gehabt, bin aber ins Flache heraus verhungert. Sonst kann ich mir eigentlich nichts vorwerfen. Der Schnellste hat gewonnen, leider bin ich zu weit zurück."
Benjamin Raich, der gegenüber Michael Walchhofer als vierter ÖSV-Läufer den Vorzug für den Super G bekommen hatte, schaffte es als 21. nicht, die Aufstellung ganz zu rechtfertigen: "Natürlich ist eine gewisse Unzufriedenheit da. Ich habe ein bisschen die Spur verfehlt und bin in den Neuschnee gekommen. Der saugt ein wenig. Das war kein einfacher Tag." Aber auch Mitfavorit Bode Miller ließ aus. Der US-Amerikaner verabschiedete sich während des Rennens ohne Sturz, es sind nicht seine Spiele, er sah wie in der Kombination das Ziel nicht.
Zwei Starts nötig
Der Super-G war nach geplantem Start um 11:00 Uhr wegen heftigen Schneefalls und immer schlechter werdender Sicht nach 17 Läufern abgebrochen worden. Dieses Rennen wurde schließlich annulliert und nach mehreren Verschiebungen erfolgte um 14:45 Uhr der Neustart. Der Führende beim ersten Versuch, der Franzose Pierre-Emmanuel Dalcin, sowie jene weiteren 16 Läufer, die in der Früh schon über die Piste gegangen waren, durften die kurze Besichtigung für den Neustart nicht mehr mitmachen. Dalcin hatte dann am Nachmittag Pech, er schied aus.
| Endergebnis des Herren Super G: | ||||
| 1. | Kjetil-Andre Aamodt | NOR | 1:30,65 Minuten | |
| 2. | Hermann Maier | AUT | 1:30,78 | +0,13 |
| 3. | Ambrosi Hoffmann | SUI | 1:30,98 | +0,33 |
| 4. | Erik Guay | CAN | 1:31,08 | +0,43 |
| 5. | Aksel Lund Svindal | NOR | 1:31,10 | +0,45 |
| 6. | Marco Büchel | LIE | 1:31,22 | +0,57 |
| 7. | Scott Macartney | USA | 1:31,23 | +0,58 |
| 8. | Francois Bourque | CAN | 1:31,27 | +0,62 |
| 9. | Daron Rahlves | USA | 1:31,37 | +0,72 |
| 10. | Hannes Reichelt | AUT | 1:31,39 | +0,74 |
| 11. | Antoine Deneriaz | FRA | 1:31,49 | +0,84 |
| 12. | Didier Cuche | SUI | 1:31,50 | +0,85 |
| 13. | Peter Fill | ITA | 1:31,54 | +0,89 |
| 14. | Lasse Kjus | NOR | 1:31,79 | +1,14 |
| 15. | Andrej Sporn | SLO | 1:31,84 | +1,19 |
| 16. | Didier Defago | SUI | 1:31,90 | +1,25 |
| 17. | Patrick Staudacher | ITA | 1:31,91 | +1,26 |
| 18. | Bruno Kernen | SUI | 1:31,95 | +1,30 |
| 19. | Christoph Gruber | AUT | 1:32,00 | +1,35 |
| 20. | Manuel Osborne-Paradis | CAN | 1:32,02 | +1,37 |
| 21. | Benjamin Raich | AUT | 1:32,05 | +1,40 |
| 22. | Finlay Mickel | GBR | 1:32,10 | +1,45 |
| . | John Kucera | CAN | 1:32,10 | +1,45 |
| 24. | Patrik Järbyn | SWE | 1:32,21 | +1,56 |
| . | Yannick Bertrand | FRA | 1:32,21 | +1,56 |
| 26. | Bjarne Solbakken | NOR | 1:32,90 | +2,25 |
| 27. | Konstantin Sats | RUS | 1:33,14 | +2,49 |
| 28. | Andrej Jerman | SLO | 1:33,20 | +2,55 |
| 29. | Massimiliano Blardone | ITA | 1:33,48 | +2,83 |
| . | Pawel Tschestakow | RUS | 1:33,48 | +2,83 |
| 31. | Ivica Kostelic | CRO | 1:33,53 | +2,88 |
Ausgeschieden: AJ Bear (AUS) , Bode Miller (USA) , Claudio Sprecher (LIE) , Ondrej Bank (CZE) , Pierre-Emmanuel Dalcin (FRA), Alex Antor (AND), Nikolai Hentsch (BRA)
(apa/red)
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