Dienstag, 25. April 2006

Tauben weniger anfällig für Vogelgrippe: Verbreitungsrisiko für Geflügel ist gering

  • Ansteckung über Tauben ist nicht wahrscheinlich

Tauben sind nach Informationen des deutschen Friedrich-Loeffler-Instituts für Geflügelpest viel weniger empfänglich als Hühner und anderes Geflügel. Eine experimentelle massive Infektion mit dem H5N1-Virus aus Asien führte jedoch auch bei einem Teil der Tauben zur Erkrankung und zu Todesfällen.

Dies teilte das Forschungsinstitut in einem Schreiben an eine besorgte Frau aus Baden-Württemberg mit. Von infizierten Tauben werde der Erreger allerdings nur in sehr geringem Maße ausgeschieden, so dass das Verbreitungsrisiko für Geflügelbestände "auf der Basis der bisherigen Daten als gering eingeschätzt wird".

Infektion nahezu ausgeschlossen
Ein Infektionsrisiko für Menschen sei nahezu ausgeschlossen, teilte die Wissenschaftliche Direktorin, Ortrud Werner, in dem Brief mit. "Tauben können prinzipiell ebenso wie andere Tiere Krankheitserreger auf Mensch und Tier übertragen. In diesem Zusammenhang sind insbesondere Kryptokokken, Taubenzecken und Chlamydien zu nennen, aber auch nicht wirtsspezifische Salmonellen." Das Tierseuchengesetz biete die Möglichkeit bei "Gefahr im Verzug, Tauben oder andere potenzielle Krankheitsüberträger zu bekämpfen", heißt es in dem Schreiben weiter. (apa)

25.4.2006 12:16