Diplomat Petritsch im "profil": "Kärnten geht politischen Taschenspieler auf Leim"
- "Lässt sich von Hauptmann zu Hampelmann machen"
- Prominente Kärntner Slowenen kritisieren Haider
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Landeshauptmann legte in Bleiburg selbst Hand an
Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, fordern prominente Kärntner Slowenen die Aufstellung von zweisprachigen Ortstafeln und mehr Pflege der Mehrsprachigkeit. Der Diplomat Wolfgang Petritsch übt scharfe Kritik an Landeshauptmann Jörg Haider. "Wie ist es möglich, dass sich ein ganzes Land von einem Hauptmann zum Hampelmann machen lässt? Was mich so empört: dass meine Heimat Kärnten einem politischen Taschenspieler auf den Leim zu gehen scheint, dem es doch bloß um sein politisches Überleben geht. Es ist erbärmlich, aber das wirkliche Leben geht weiter."
Der Kärntner Radprofi Peter Wrolich kritisiert: "So ein Theater um eine Selbstverständlichkeit wie zweisprachige Ortstafeln habe ich nirgends erlebt. Da wird kleinbürgerlich um etwas gestritten, das in Istrien oder Südtirol längst geregelt wurde. Deswegen liegt Kärnten in vielen Bereichen auch so weit hinten."
Valentin Inzko, Österreichs Botschafter in Slowenien, sieht zweisprachige Ortstafeln "als Anerkennung, als sichtbares Signal, dass in einem Ort zwei Kulturen, zwei Sprachen und zwei Volksgruppen beheimatet sind. Freuen wir uns darüber, dass in Kärnten zwei EU-Sprachen gesprochen werden und unsere Jugend mit zwei Sprachen ihre Chancen verdoppelt."
Literat Peter Handke gab für "profil" einen Kurzkommentar ab: "Zweisprachige Ortstafeln sind gut für den Fremdenverkehr. Aber ganz im Ernst: Die Vernichtung einer Sprache bedeutet die Vernichtung der gesamten Menschheit."
Lesen Sie die ganze Story im aktuellen "profil"!
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