Neuer Vorstoß von FIFA-Präsident Blatter: Verbandsboss will Liga-Fußball reduzieren
- "Markt und Spieler vertragen nicht so viel Fußball"
- Maximal 16 Teams in allen europäischen Ligen
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Der Präsident des Welt-Fußballverbandes, Joseph Blatter, will nationale Ligen auf maximal 16 Vereine beschränken. "Die FIFA kann das vorschreiben. Natürlich mit einer Übergangszeit. Wir müssen den nationalen Fußball reduzieren für ein besseres Gleichgewicht zwischen Klub- und Nationalmannschafts-Fußball", sagte der Schweizer in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung (Donnerstagausgabe).
Eine erste Absichtserklärung des Schweizers zur Verkleinerung der Ligen war auf starke Ablehnung der nationalen Verbände und der zum Teil in Eigenständigkeit operierenden Ligen-Organisationen gestoßen. Ihr Hauptargument sind die notwendigen Einnahmen zum Unterhalt ihres Spielbetriebs. Blatter sagte hingegen, "der Markt und die Spieler vertragen auf Dauer nicht so viel Fußball". Zudem seien die Nationalspieler zunehmend überfordert, sie benötigten "mehr Erholungszeit".
Während in Österreich nur zehn Vereine in der obersten Klasse spielen, gehören den Spitzenligen in England, Italien, Spanien und Frankreich je 20 Vereine an. Deutlich sprach sich Blatter gegen ein immer größeres Ungleichgewicht von Mannschaften in den Profiligen aus. Er sei "dagegen, dass man Fernsehgelder leistungsmäßig verteilt. Alle sollen gleich viel bekommen". Alles andere sei "unfair". (apa)
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